Der entsprechende Einkaufsmanagerindex stieg von 42,8 auf 44,9 Punkte. Ein solcher Wert deute aller Erfahrung nach darauf hin, dass die Wirtschaft insgesamt wieder expandiere, hieß es am Mittwoch beim Institute for Supply Management, das den Index erhebt.
Der Anstieg des wichtigsten konjunkturellen Frühindikators für die USA ist das bislang klarste Signal für eine wirtschaftliche Entspannung noch in diesem Sommer. Vergangene Woche waren entsprechende Hoffnungen bereits durch einen starken Anstieg der Auftragseingänge in der US-Wirtschaft genährt worden. Skeptiker hatten bisher bezweifelt, dass die Rezession noch in diesem Jahr überwunden werden kann.
Zur Stabilisierung trage bei, dass jetzt die Konjunkturpakete immer stärker wirkten, sagte US-Ökonom Martin Feldstein. Auch haben die Unternehmen laut Umfrage ihre Lager geräumt, sodass in der Industrie die Produktion erstmals wieder leicht ausgeweitet worden ist. Nur noch 25 Prozent der Einkaufsmanager berichteten im Juni über sinkende Beschäftigtenzahlen im eigenen Betrieb; im März hatte das noch gut jeder Zweite gemeldet. Nach Schätzungen von Harm Bandholz, US-Experte bei Unicredit, dürfte die Wirtschaft im zweiten Halbjahr daher schon wieder mit einer Jahresrate von mehr als zwei Prozent wachsen.
Die USA eilen damit Europa voraus. Nach Umfragen des Forschungsinstituts Markit blieb der deutsche Index mit 40,9 Punkten hinter den US-Werten. Nur China schneidet deutlich besser ab als die USA.