Seit Wochen führt Machthaber Gaddafi Krieg gegen sein eigenes Volk. Mit Luftschlägen will der Westen ihn daran hindern - und die Zivilbevölkerung schützen. Eine FTD-Serie über den Aufruhr.
Protest am Tahrir-Platz:Ägyptens Frauen erheben die Stimme
Ihre Arbeit ist das Rückgrat des Protests: Nur dank der Versorgung durch Frauen haben die Demonstranten in Ägypten einen so langen Atem. Und der weibliche Protest wird politischer. von Fabian Löhe, Berlin
Medikamente, Taschentücher und Kekse, Plastikplanen, Tee und Wurfgeschosse - ohne eine gesicherte Versorgung käme der Protest auf dem Tahrir-Platz in Kairo schnell zum Erliegen. Eine zentrale Rolle dabei spielen die Frauen. "Den Alltag aufrechterhalten, das ist auch ein Teil der Revolution", sagt die Entwicklungsexpertin Hala auf dem Tahrir-Platz. So nehmen die Frauen mit oder ohne Kopftuch leidenschaftlich Stellung. "Das Hindernis auf dem Weg zur Freiheit ist Mubarak" oder "Wir bleiben, bis er geht", sind Sprüche, die sie immer wieder herausschreien.
Zelt-Protest gegen Mubarak
Die Camper vom Tahrir-Platz
Ghada Shahbandar von der Ägyptischen Organisation für Menschenrechte geht davon aus, dass der Anteil der weiblichen Demonstranten stark gestiegen ist. Dem Internetmagazin "Slate" sagte sie, bislang seien bei ähnlichen Kundgebungen nur etwa zehn Prozent der Teilnehmer Frauen gewesen. Auf dem Freiheitsplatz haben sie nach ihren Angaben in den vergangen Tagen jedoch 20 bis vereinzelt sogar 50 Prozent der Menge gestellt. Sie leisten vor allem Basisarbeit. Ihre Aufgabe ist es sehr häufig auch, den Zugang von anderen Frauen auf den Tahrir-Platz zu kontrollieren.
Untereinander könnten diese jedoch kaum unterschiedlicher sein: Die Bilder zeigen zwar einige, die sich von Kopf bis Fuß verschleiert haben. Doch daneben marschieren auch junge Frauen, die sich im westlich Chic gekleidet haben - unter anderem mit großen Sonnenbrillen. Viele sind geschminkt. Und es kommen genauso weißhaarige Alte wie junge Mädchen. Seitdem eine junge Frau von einem Stein tödlich getroffen wurde, ist das Großposter von Sali Sahran ist auf dem Platz mehrfach zu sehen. Es zeigt eine blühende Schönheit mit langem, gelocktem Haar.
Trotzdem ähnelt die Stimmung auf dem Freiheitsplatz dem eines Volksfest: Schlagersänger unterhalten die Massen. Fliegende Händler bieten Sandwiches, Schokoriegel und Kekse an. Mittendrin die Frauen. "Die Zeit" berichtet, sie seien es auch gewesen, die ein neues Mittel gegen das Tränengas gefunden hätten: Statt der üblichen Zitronen nehmen sie demnach nun Pepsi Cola, mit der man sich Augen und Hals auswäscht.
Russland stand bisher fest an der Seite des Assad-Regimes. Ob mit Waffen oder mit politischer Rückendeckung, Syrien konnte auf die Russen zählen. Das sollte Moskau schleunigst ändern. mehr
Die Bundeskanzlerin lehnt Eurobonds kategorisch ab. Vielleicht könnte sie den Plänen zu einer europäischen Einlagensicherung eher zustimmen? Das Vertrauen in die Banken würde steigen. mehr
Die Idee einer Wiedereinführung der Vermögensteuer mag populär sein, klug ist sie jedoch nicht. Denn der bürokratische Auffwand ist unabsehbar. Lohnenswerter wäre eine Reform der Erbschaftsteuer. mehr
Wann gilt ein bundesweites Tanzverbot? Existiert ein offizieller Vatertag? In Deutschland gibt es viele gesetzliche und kirchliche Feiertage: Was wissen Sie darüber?
An welchem Feiertag gilt ein gesetzliches Tanzverbot in Deutschland?
Aus Sicherheitsgründen möchten wir Ihre E-Mail-Adresse bestätigen.
Klicken Sie bitte dazu den Aktivierungs-Link, den wir Ihnen
gerade per E-Mail an zugesendet haben.
Die staatliche Unterstützung für Eltern kleiner Kinder wird zum Haushaltsrisiko: Neben der Herdprämie soll es auch mehr Geld für Kitas geben. Nicht nur in der FDP regt sich Widerstand. mehr
Viele meinen, ein Austritt der Griechen aus der Währungsunion sei ein beherrschbares Problem. Das könnte sich als verheerende Fehleinschätzung erweisen. mehr
Das hochverschuldete Japan leidet unter der schwachen Nachfrage nach Staatsanleihen. Daher zieht Tokio nun alle Register: Singende Teenager in Miniröcken und Schuluniformen sollen das Geschäft beleben. mehr
Der Konsum der Spanier ist schon lange im Sinkflug - so heftig wie im April fiel das Minus aber noch nie aus. Das Land verdaut die Folge der Immobilienblase und sorgt sich um die Zukunft des Bankensektors. mehr
Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions
AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!