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Merken   Drucken   01.02.2009, 17:18 Schriftgröße: AAA

Raketenbeschuss aus Gaza: Israel droht Hamas mit scharfer Vergeltung  

Nahost kommt einfach nicht zur Ruhe: Nach einem neuen Raketenangriff auf Israel droht Ministerpräsident Olmert mit einer scharfen Reaktion. Offenbar sind neue Luftangriffe geplant.
Nach einem neuerlichen Raketenangriff aus dem Gazastreifen hat der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert  scharfe Vergeltung angedroht. Olmert sagte am Sonntag im Kabinett, Israel werde nach eigenem Ermessen auf den Angriff reagieren. Palästinenser aus dem Gazastreifen feuerten zwei Raketen und eine Granate auf den Süden Israels ab. Verletzt wurde niemand, eines der Geschosse schlug aber nach Polizeiangaben in der Nähe eines Kindergartens ein.
Wenn Bewohner Südisraels angegriffen würden, werde die israelische Antwort scharf sein, sagte Olmert. Aus Verteidigungskreisen verlautete, über eine Reaktion sei noch nicht entschieden worden. Eine Wiederaufnahme der Offensive im Gazastreifen sei jedoch unwahrscheinlich. Stattdessen erwäge Israel Luftangriffe auf führende Mitglieder der Hamas.
Die Hamas übernahm keine Verantwortung für die neuen Angriffe, zu denen sich meist kleinere Gruppen bekannten. Israel hat jedoch angekündigt, die Hamas, die seit Juni 2007 den Gazastreifen regiert, für alle Angriffe aus dem Autonomiegebiet zur Verantwortung zu ziehen.
Militante Palästinenser hatten nach Angaben eines israelischen Militärsprechers bereits am Samstagmorgen eine Rakete auf die Stadt Aschkelon abgefeuert. Sie explodierte in der Luft, verletzt wurde niemand. Israel und die Hamas hatten jeweils einseitig eine Waffenruhe erklärt, die aber bereits mehrfach gebrochen wurde.
Der jordanische König Abdullah II. forderte eine sofortige Wiederaufnahme der Friedensgespräche im Nahost-Konflikt. Nach einem Treffen mit dem US-Sondergesandten für den Nahen Osten, George Mitchell, sagte Abdullah, auf Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung sollten so bald wie möglich ernsthafte Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern beginnen. Es dürfe keine Zeit verloren werden, sagte der Monarch nach Angaben des Palastes in Amman. Die Verhandlungen sollten auf internationalen Abkommen basieren und auch die arabische Friedensinitiative umfassen, sagte Abdullah.

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  • AP, 01.02.2009
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