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Merken   Drucken   01.08.2008, 16:02 Schriftgröße: AAA

Rezessionsängste: Jobabbau in den USA hält an  

Auch im Juli hat die US-Wirtschaft Tausende Stellen verloren, die Arbeitslosenrate legte weiter zu. Allerdings fiel das Minus geringer aus als gedacht. Der Einkaufsmanagerindex lag ebenfalls über den Erwartungen. Euphorie löste das an den Märkten aber nicht aus. von Tobias Bayer (Frankfurt)
Der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für Juli fiel leicht besser aus als erwartet. Zwar verlor die US-Wirtschaft 51.000 Jobs, allerdings hatten Volkswirte mit einem Minus von 75.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote stieg allerdings von 5,5 auf 5,7 Prozent an, die Konsensprognose war von 5,5 Prozent ausgegangen. Die Wochenlöhne legten nur noch um 2,8 Prozent zum Vorjahr zu - bei einer zuletzt vermeldeten Inflationsrate von 5,0 Prozent.
Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag im Juli bei 50,0. Volkswirte hatten durchschnittlich 49,0 erwartet. Allerdings fielen die Komponenten "Neu Aufträge" und "Exportaufträge" mit 45,0 beziehungsweise 54,0 eher enttäuschend aus. Im Juni hatte der ISM einen Wert von 50,2 ausgewiesen.
Die Marktteilnehmer reagierten im ersten Augenblick auf den Arbeitsmarktbericht erleichtert: Der Dax  kletterte zeitweise um knapp 50 Punkte auf 6470 Zähler. Der Euro geriet unter Druck und verbilligte sich von 1,5583 $ auf 1,5515 $. Der Bund-Future zeigt sich per saldo wenig beeindruckt und notierte unter dem Tageshoch bei 112,70 Zählern. Danach jedoch mussten Dax und Dollar die Gewinne wieder abgeben, der ISM verpuffte nahezu wirkungslos.
Volkswirte verwiesen beim Arbeitsmarktbericht auf die gesunkene Arbeitszeit: "Die Unternehmen reduzieren die Stundenzahl nach wie vor stärker als die Beschäftigung. So sanken die durchschnittlich geleisteten Wochenstunden von 33,7 auf 33,6 Stunden und damit auf den niedrigsten Stand seit Juli 2003", schrieben die Volkswirte der BayernLB. "Folglich sank das Arbeitsvolumen, also das Produkt aus Beschäftigung und Stundenzahl, im Juli um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Gemessen an dieser Größe verstärkte sich somit die konjunkturelle Abschwächung zu Beginn des dritten Quartals."

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