Es gebe keinen "General der mit einer Stoppuhr am Flughafen steht", so Robertson in einem Gastbeitrag für die Financial Times Deutschland. "Wenn die Mission, die Waffen einzusammeln und zu zerstören einige Tage länger dauert, dann soll es eben so sein", so Robertson weiter.
Gleichzeitig unterstrich der Nato-Generalsekretär das Ziel der Operation "Essential Harvest": "Wir wurden nicht um eine Friedensmission oder eine Interventionstruppe gebeten - nur darum, bei der Entwaffnung der Rebellen mitzuhelfen, die sich selbst dazu bereit erklärt hatten, ihre Waffen abzugeben. Die Aufgabe bleibt daher klar und präzise: die Einsammlung und Zerstörung von Waffen."
Gegenüber Kritikern, die eine größere Rolle der Nato fordern, verteidigte Robertson das Mandat: "Wenn der Job erledigt ist, wird auch die Nato-Mission zu Ende sein. Es gibt schlicht keine langfristige Aufgabe für das Bündnis in diesem Konflikt."
Der Nato-Einsatz sei nur ein Schritt auf dem Weg zu mehr Frieden in der Region. "Die Herausforderungen sind politischer Natur und müssen politisch angegangen werden." Dazu werde die Nato aber genauso wie andere Organisationen beitragen.