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Merken   Drucken   13.09.2012, 07:00 Schriftgröße: AAA

Russische Protestband: Medwedew fordert Freilassung für Pussy Riot

Bevor in wenigen Wochen der Einspruch der drei inhaftierten Frauen der Punkband Pussy Riot verhandelt wird, kritisiert Regierungschef Dmitri Medwedew das Hafturteil. Es sei zu hart und zu unproduktiv.
© Bild: 2012 AFP/ANDREY SMIRNOV
Bevor in wenigen Wochen der Einspruch der drei inhaftierten Frauen der Punkband Pussy Riot verhandelt wird, kritisiert Regierungschef Dmitri Medwedew das Hafturteil. Es sei zu hart und zu unproduktiv.

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat sich für eine Freilassung der drei verurteilten Musikerinnen der regierungskritischen Punkband Pussy Riot ausgesprochen. Es sei "unproduktiv", wenn die Frauen noch mehr Zeit im Gefängnis verbrächten, sagte der Regierungschef am Mittwoch im Fernsehen. Eine Bewährungsstrafe reiche aus. Medwedew sagte, er drücke nur seine persönliche Meinung aus und wolle keinen Einfluss auf die Justiz nehmen.

Ein Moskauer Gericht hatte die drei Frauen Mitte August wegen "Rowdytums aus religiös motiviertem Hass" zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Bandmitglieder waren im Februar in den für ihre Auftritte charakteristischen bunten Sturmmasken in den Altarraum der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau eingedrungen und hatten in einem "Punk-Gebet" lautstark ihre Wut über den damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Präsidenten Wladimir Putin zum Ausdruck gebracht.

Ein Gericht will am 1. Oktober über den Einspruch der Putin-Gegnerinnen gegen das umstrittene Urteil verhandeln.

  • Reuters, 13.09.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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