Die US-Nationalgarde bei Aufräumarbeiten vor dem Superdome in New Orleans
Unmittelbar nach der Flut hatten sich die Schadensschätzungen noch bei etwa 50 Mrd. $ bewegt. Volkswirte befürchten, dass der hohe Ölpreis die Weltwirtschaft empfindlich bremst.
Nach offiziellen Angaben sind mehrere Tausend Menschen ums Leben gekommen, eine Million obdachlos. Mindestens 350.000 Häuser seien zerstört worden. Wie es hieß, wird das Wasser aus den meterhoch überfluteten Stadtteilen von New Orleans frühestens in drei Monaten abgepumpt sein. Erst dann sei zu erkennen, wie viele Leichen noch in den Häusern lägen. Die Evakuierung der Schutzstätten Superdome und Convention Center, in denen sich mehr als 30.000 Menschen aufgehalten hatten, war am Sonntag abgeschlossen. Auch die Sicherheit in der Stadt ist inzwischen durch den Einsatz Tausender Nationalgardisten und Polizisten weitgehend garantiert.
Präsident Bush unter Druck
Angesichts der Kritik am Krisenmanagement der US-Behörden gerät Präsident George W. Bush, dessen Zustimmungsraten sich ohnehin auf einem Rekordtief bewegen, zunehmend unter Druck. Der stellvertretende Polizeichef von New Orleans, W.S. Riley, warf den Bundesbehörden vor, zu spät reagiert zu haben. Bush kündigte für Montag einen weiteren Besuch in dem Krisengebiet an, um Kritiker zu besänftigen.