Die Fremdwährungsbestände Chinas sind im Schlussquartal 2011 erstmals seit langer Zeit gesunken. Die Reserveposition sei von 3200 Mrd. Dollar per Ende September auf 3180 Mrd. Dollar zum Jahresende gefallen, teilte die chinesische Notenbank am Freitag in Peking mit.
Gründe für das Minus bei den Devisenreserven dürften in der europäischen Schuldenkrise und der schwächeren Weltkonjunktur zu finden sein: Zuletzt hatte sich der chinesische Außenhandel deswegen schwächer entwickelt, was den Devisenzufluss nach China bremste. Außerdem hatte sich die chinesische Binnenkonjunktur unlängst etwas abgekühlt. Investoren könnten dies zum Anlass genommen haben, Kapital aus dem grundsätzlich sehr wachstumsstarken Land abzuziehen.
Es ist der erste Rückgang seit dem zweiten Quartal 1998, als die asiatische Finanzkrise tobte. Die Notenbank gab keine Hinweise darauf, auf welche Währungen sich der Rückgang konzentriert.