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Merken   Drucken   31.07.2009, 18:01 Schriftgröße: AAA

Schweinegrippe: WHO hebt Alarm auf zweithöchste Stufe  

Die gefährliche Krankheit hat die Bundesrepublik erreicht. Experten wiesen bei drei Patienten in Bayern und Hamburg Schweinegrippe nach, weitere Verdachtsfälle gibt es in diversen Bundesländern. Die WHO hebt den Pandemie-Alarm auf die zweithöchste Stufe. von David Böcking und Falk Heunemann (Berlin)
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der sich ausbreitenden Schweinegrippe das Pandemierisiko auf die zweithöchste Stufe 5 angehoben. Das teilte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan am Mittwochabend vor Journalisten in Genf mit. Damit steht die weltweite Ausbreitung des mutierten Schweinegrippevirus H1N1 unmittelbar bevor. Chan appellierte an alle internationalen Organisationen wie die Weltbank sowie an die Pharmaindustrie und die Forschung, alle Kapazitäten bereitzustellen, um eine Pandemie zu vermeiden.
In Phase 5 steht fest, dass das Virus in mindestens zwei Ländern auf einem Kontinent von Mensch zu Mensch übertragen wird. Jetzt ruft die WHO auch zur verstärkten Produktion von Grippemitteln undweiteren Vorsorgemaßnahmen etwa im Gesundheitswesen auf. Die Eindämmung der Krise läuft nun auf vollen Touren und in allen Bereichen an.
Nach Ansicht der Bundesregierung ist Deutschland gut auf die Schweinegrippe vorbereitet. "Alles, was wir tun können, tun wir", sagte Gesundheitsministein Ulla Schmidt (SPD) am Mittwoch. Grundlage dafür seien Vorkehrungen, die nach den Sars- und Vogelgrippe-Epidemien gezogen worden seien. Dazu gehöre ein umfassendes Informationssystem zwischen Behörden, Instituten und Ärzten. "So lassen sich durch frühzeitiges Erkennen Infektionsisstränge unterbrechen."
Von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhielt Schmidt den Auftrag, die nationalen Pläne gegen Grippeepidemien zu überprüfen. Die Bürger müssten sich darauf verlassen können, "dass die Regierung das Mögliche und Notwendige tut", sagte Merkel. Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigte Schweinegrippe bei einem knapp 40-jährigen Patienten aus dem Raum Regensburg sowie einer 37-Jährigen aus Kulmbach und einer 22-jährigen Hamburgerin. Weitere Verdachtsfälle aus unterschiedlichen Bundesländern werden derzeit überprüft.

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