Der US-Senat hat sich in einer Resolution für das Unrecht der Sklaverei entschuldigt. Die rund fünf Monate nach dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama verabschiedete Entschließung "erkennt an, dass Sklaverei fundamentales Unrecht, Grausamkeit, Brutalität und Unmenschlichkeit" bedeute.
Sie sei eine Entschuldigung im Namen des amerikanischen Volkes für die Untaten gegen Afroamerikaner und ihre Vorfahren, die unter der Sklaverei und rassistischen Jim-Crow-Gesetzen gelitten hätten, heißt es in der am Donnerstag verabschiedeten Resolution, die allerdings keine Entschädigungszahlungen an Nachfahren der Sklaven vorsieht.
Die sogenannten Jim-Crow-Gesetze galten zwischen 1870 und 1965 vor allem im Süden der USA und verweigerten Afro-Amerikanern die Möglichkeit der Wahl und weitere Bürgerrechte. Sie schrieben zudem die Rassentrennung fest. Teile der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA fordern seit Jahren Entschädigungszahlungen an die Nachfahren der Sklaven für das jahrhundertelang erlittene Unrecht.
Das US-Repräsentantenhaus hatte voriges Jahr erstmals auf Bundesebene eine ähnliche, ebenfalls nichtbindende Entschließung verabschiedet. Eine Reihe von Bundesstaaten billigten bereits vergleichbare Resolutionen. Das US-Abgeordnetenhaus muss nun erneut über das Papier abstimmen, weil sich die Zusammensetzung der Kammer seit der Wahl im November geändert hat. Weil sie unverbindlich ist, muss Präsident Obama die Resolution nicht unterzeichnen.