FTD.de » Politik » International » USA entschuldigen sich für Sklaverei
Merken   Drucken   19.06.2009, 10:04 Schriftgröße: AAA

Senatsbeschluss: USA entschuldigen sich für Sklaverei

Per Resolution entschuldigt sich das Land für das erlittene Unrecht der Afroamerikaner. Nach dem Senat muss noch das Repräsentantenhaus dem Beschluss zustimmen. Entschädigungszahlungen für Nachfahren der Sklaven gibt es allerdings nicht.

Der US-Senat hat sich in einer Resolution für das Unrecht der Sklaverei entschuldigt. Die rund fünf Monate nach dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama verabschiedete Entschließung "erkennt an, dass Sklaverei fundamentales Unrecht, Grausamkeit, Brutalität und Unmenschlichkeit" bedeute.

Sie sei eine Entschuldigung im Namen des amerikanischen Volkes für die Untaten gegen Afroamerikaner und ihre Vorfahren, die unter der Sklaverei und rassistischen Jim-Crow-Gesetzen gelitten hätten, heißt es in der am Donnerstag verabschiedeten Resolution, die allerdings keine Entschädigungszahlungen an Nachfahren der Sklaven vorsieht.

Die sogenannten Jim-Crow-Gesetze galten zwischen 1870 und 1965 vor allem im Süden der USA und verweigerten Afro-Amerikanern die Möglichkeit der Wahl und weitere Bürgerrechte. Sie schrieben zudem die Rassentrennung fest. Teile der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA fordern seit Jahren Entschädigungszahlungen an die Nachfahren der Sklaven für das jahrhundertelang erlittene Unrecht.

Das US-Repräsentantenhaus hatte voriges Jahr erstmals auf Bundesebene eine ähnliche, ebenfalls nichtbindende Entschließung verabschiedet. Eine Reihe von Bundesstaaten billigten bereits vergleichbare Resolutionen. Das US-Abgeordnetenhaus muss nun erneut über das Papier abstimmen, weil sich die Zusammensetzung der Kammer seit der Wahl im November geändert hat. Weil sie unverbindlich ist, muss Präsident Obama die Resolution nicht unterzeichnen.

  • dpa, 19.06.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Immobilien-Kompass
Immobilien-Kompass Deutschlands beste Wohnlagen

Preise, Mieten und Prognosen für Deutschlands Metropolen und Regionen mit detaillierten Übersichtskarten

Jetzt eigene Wohnlage prüfen

 
Anstatt FTD.de lese ich künftig ... Zum Ergebnis
Alle Umfragen
In eigener Sache
  • An Kiosks in der ganzen Republik hieß es am letzten Erscheinungstag der FTD: Zeitung vergriffen! Der Hype um die Schlussausgabe trieb merkwürdige Blüten. Der Verlag druckte 30.000 Exemplare nach. Wer keines abbekam - bestellen ist möglich. mehr

  •  
  • blättern
Zwischen Leben und Arbeiten
Work-Life-Balance

Die FTD hat zusammen mit dem GfK Verein die umfassendste bundesweite Studie zum Thema Work-Life-Balance veröffentlicht. Die Ergebnisse und mehr zum Thema finden Sie hier. Die Studie können Sie hier kaufen. mehr

Folgen Sie der FTD auf Twitter
Werden Sie Fan der FTD auf Facebook
  • Sie waren ein Herzstück der Zeitung und pointiert, scharf, teils brillant: Ihre Kolumnen, Leitartikel und Kommentare haben die FTD entscheidend geprägt. Zum letzten Mal: Unsere Kolumnisten sagen, was Sache ist. mehr

  •  
  • blättern
© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler