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Merken   Drucken   02.12.2008, 07:55 Schriftgröße: AAA

Späte Einsicht: Bush bereut Aussagen zu Iraks Waffen  

2003 waren der US-Präsident und seine Mitstreiter überzeugt davon, dass der irakische Diktator Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besitze. Mittlerweile bezeichnet George W. Bush die falschen Angaben dazu als Fehler - und schiebt die Schuld dafür den Geheimdiensten zu.
Der scheidende US-Präsident George W. Bush betrachtet die falschen Aussagen zu angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak als größten Fehler seiner Amtszeit. "Am meisten ist während meiner Präsidentschaft das Scheitern der Geheimdienste im Irak zu bedauern", sagte Bush in einem am Montag ausgestrahlten Interview mit dem Sender ABC.
"Eine Menge Leute haben ihr Ansehen aufs Spiel gesetzt und gesagt, die Massenvernichtungswaffen sind ein Grund, Saddam Hussein zu entmachten." Er wolle nicht darüber spekulieren, ob er den Irak-Krieg auch ohne die falschen Geheimdienstinformationen begonnen hätte, sagte Bush.
Bush erklärte, bei seiner Amtsübernahme auf einen Krieg nicht vorbereitet gewesen zu sein. "Ich habe keinen Wahlkampf geführt und gesagt 'Bitte wählt mich, ich bin in der Lage, mit einem Angriff umzugehen.'" Im Irak starben seit der US-Invasion im März 2003 mehr als 4200 amerikanische Soldaten. Inoffiziellen Berichten zufolge sollen bis zu 100.000 zivile Opfer zu beklagen sein.
Die Konflikte im Irak und in Afghanistan machten Bush in der US-Öffentlichkeit immer unbeliebter. Er übergibt sein Amt am 20. Januar an seinen Nachfolger Barack Obama. "Ich werde das Präsidentenamt mit erhobenem Kopf verlassen", sagte Bush.
  • Reuters, 02.12.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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