Bewerber Jeder gebürtige Amerikaner, der mindestens 35 Jahre alt ist und seit 14 Jahren in den USA lebt, kann sich um das Präsidentenamt bewerben. Der Amtsinhaber darf nur für eine zweite Regierungsperiode kandidieren. Spätestens anderthalb Jahre vor der Wahl beginnen die Bewerber damit, Geld für ihre Wahlkampagne zu sammeln. US-Präsident George W. Bush hat mit derzeit rund 130 Mio. $ bereits einen neuen Spendenrekord aufgestellt. Dieses Geld wird er vor allem dann ausgeben, wenn sein Herausforderer feststeht. Der muss sich in Vorwahlen erst gegen Parteigenossen durchsetzen.
Vorwahlen Als erste Hürde auf dem Weg ins Weiße Haus muss ein Kandidat Vorwahlen gewinnen. Zwischen dem 19. Januar und dem 8. Juni finden in einigen Bundesstaaten echte Wahlen (Primaries) statt, in anderen Parteiversammlungen (Caucuses). Wer anfangs gut abschneidet, hat bessere Chancen auf den Sieg. Amtierende Präsidenten gelten als gesetzt und können sich die Vorwahlen sparen.
Parteitage Vom 26. bis zum 29. Juni treffen sich die Demokraten in Boston zu ihrem Wahlparteitag. Dort wählen die Parteivertreter aus den Bundesstaaten den Kandidaten, der in den Vorwahlen die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Das Ergebnis steht vorher fest, doch erst hier wird der demokratische Herausforderer offiziell ernannt.
Der Amtsinhaber Vom 30. August bis 2. September treffen sich die Republikaner zum Parteitag in New York. Erst jetzt greift George W. Bush offiziell in den Wahlkampf ein. Seine Ernennung zum Kandidaten ist Formsache, doch die Form soll Stimmen bringen, erst recht im demokratisch dominierten New York.
Rededuelle Zu den wichtigsten Terminen des Wahlkampfes zählen die traditionellen TV-Debatten. Dreimal diskutieren die Kandidaten, am 30. September in Miami, am 8. Oktober in St. Louis und am 13. Oktober in Tempe, Arizona.
Wahltag Am 2. November wählen die Amerikaner. Wer in einem Bundesstaat gewinnt, bekommt alle Wahlmännerstimmen. In Kalifornien sind das 55, die kleinsten Staaten schicken nur drei der insgesamt 538 Wahlmänner ins Electoral College.
Ziel Das Electoral College wählt wenig später einen neuen oder den alten Chef des Weißen Hauses zum Präsidenten.