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Merken   Drucken   14.04.2001, 03:55 Schriftgröße: AAA

Streit um Entwaffnung der Palästinenser  

Der palästinensische Planungsminister Nabil Schaath hat die Aussage des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon, er könne einen entmilitarisierten palästinensischen Staat in 42 Prozent des Westjordanlandes akzeptieren, als lächerlich zurückgewiesen.
Das Angebot Scharons sei es nicht einmal wert, geprüft zu werden, sagte er am Samstag. "Das ist alles dummes und lächerliches Gerede." Die Aussage Scharons störe den Friedensprozess.
Scharon hatte am Freitag der Tageszeitung "Maariv" gesagt, er sei im Rahmen eines partiellen Friedensabkommen zu einem weiteren kleinen Truppenabzug aus dem Westjordanland bereit. Mit einem dritten Truppenabzug sei es möglich, für den palästinensischen Staat etwa 42 Prozent des Westjordanlandes freizumachen, sagte Scharon. Dieser Staat müsse jedoch im Gegensatz zur heutigen Situation entwaffnet werden, nur Polizisten dürften Waffen tragen. Scharons Vorgänger Ehud Barak hatte den Palästinensern einen Staat in 95 Prozent des Westjordanlands angeboten.
Unterdessen wurde im Gazastreifen erneut ein Palästinenser von israelischen Schüssen getroffen. Ein israelischer Militärsprecher berichtete am Samstag, der Mann sei bewaffnet gewesen und habe sich in der Nacht dem Militärposten bei Tel Katifa genähert. Die Soldaten hätten daraufhin das Feuer eröffnet. Es war unklar, ob der Palästinenser getötet wurde. In der Nacht zum Samstag kam es nahe Tel Katifa auch zu neuen Granatenangriffen palästinensischer Extremisten. Verletzt wurde nach israelischen Militärangaben niemand.
  • FTD.de, 14.04.2001
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