Es ist die schlimmste Naturkatastrophe seit Menschengedenken in Japan. Schwere Erdstöße und ein anschließender Tsunami verwüsten weite Landstriche. FTD.de berichtet über das Beben und seine Folgen.
Bei der Atomkatastrophe im japanischen Kraftwerk Fukushima-Daiichi ist es nach Erkenntnissen der Betreiberfirma in drei Reaktoren zur Kernschmelze gekommen. Die Brennstäbe in den Reaktoren 2 und 3 des havarierten Kernkraftwerks sind wahrscheinlich größtenteils geschmolzen. Das teilte Kraftwerksbetreiber Tepco am Dienstag mit. Bislang war nur von einer Kernschmelze in Reaktor 1 die Rede. Insgesamt verfügt die Anlage am Pazifik über sechs Reaktoren.
Unternehmenssprecher Aya Omura sagte, das Unternehmen glaube, dass bereits in den Tagen, nachdem das Erdbeben und der Tsunami am 11. März die Kühlsysteme außer Betrieb gesetzt haben, die meisten Brennstäbe in den Reaktoren geschmolzen seien. In der vergangenen Woche hatte Tepco eine Kernschmelze in einem Reaktor gemeldet.
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Nach den nun veröffentlichten Angaben haben in mindestens drei Reaktoren weitgehende Kernschmelzen stattgefunden. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass dies die Krise verschlimmere, da die Brennstäbe seitdem mit Wasser bedeckt und wieder gekühlt wurden, hieß es.
In dem Kraftwerk versuchen Arbeiter noch immer, Strahlenlecks zu schließen und die Kontrolle wiederzuerlangen. Nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami am 11. März fielen die Kühlsysteme in dem Komplex aus. Die Reaktoren heizten sich deswegen auf.