Aufstand in Syrien
Bevor die letzte Eskalationsstufe erreicht wird, sollten zunächst alle verbleibenden Druckmittel genutzt werden: Sanktionen verschärfen, Botschafter aus Damaskus abziehen, die Opposition klar und unmissverständlich unterstützen.
Zu dieser Unterstützung gehört auch die umstrittene Bewaffnung der Rebellen. Klar, man hat in Libyen gesehen, wie schwierig es ist, diese Kämpfer nach dem Sturz des Despoten wieder zu entwaffnen. Dennoch ist eine Bewaffnung das kleinere Übel gegenüber einer groß konzertierten Militärintervention mit noch mehr Toten.
Den schon in die Enge getriebenen Diktator Assad könnte dies einen weiteren Tritt in Richtung Aufgabe oder Exil geben. Im Gespräch ist eine Fluchtburg in den ebenfalls arabischsprachigen Vereinigten Arabischen Emiraten, wo er und seine Entourage Schutz vor Rache der syrischen Bevölkerung suchen könnten. Sicherlich keine Bilderbuchlösung, aber vielleicht ein Ausweg aus einer dramatischen Situation.