FTD.de » Politik » International » Töpfer sieht Klimawandel schon am Werk

Merken   Drucken   24.08.2005, 20:45 Schriftgröße: AAA

Töpfer sieht Klimawandel schon am Werk  

Angesichts der Flut in Bayern und zahlreicher Unwetter in aller Welt geht der Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer, davon aus, dass es zu spät ist, den Treibhauseffekt völlig zu verhindern. Er plädiert für eine "Doppelstrategie". von Timm Krägenow, Berlin
Klaus Töpfer, Direktor der UN-Umweltbehörde   Klaus Töpfer, Direktor der UN-Umweltbehörde
"Wir leben bereits im Klimawandel. Die weltweite Zunahme von Starkregen, Dürren und Stürmen deutet darauf hin, dass sich der Treibhauseffekt bereits auswirkt", sagte Töpfer der Financial Times Deutschland: "Die Gletscher schmelzen, die Polkappen gehen zurück, Wetterextreme häufen sich. Wir sehen im Moment genau das, was die Wissenschaft als Folge des Treibhauseffekts prognostiziert. Es passiert gegenwärtig Klimawandel."
Der oberste Umweltschützer der Vereinten Nationen betonte, dass nur eine "Doppelstrategie" helfen werde, die Schäden des Treibhauseffekts möglichst gering zu halten: "Wir müssen dringend den Kohlendioxidausstoß unserer Wirtschaft senken. Gleichzeitig geht kein Weg daran vorbei, unsere Infrastruktur und unseren Umgang mit Wasser an das geänderte Klima anzupassen", sagte er.
Für Deutschland forderte Töpfer, die Wasser-Rückhaltefähigkeit an den Oberläufen der Flüsse zu verbessern. "Das heißt Aufforstung, Freihalten von Überschwemmungsgebieten, Verzicht auf Flussbegradigungen und Erhalt von Feuchtgebieten." Deutschland habe hier wie andere europäische Länder bisher nicht genug getan.
Abhängigkeit vom Öl
Töpfer wies die Forderung des Bundesverbands der Deutschen Industrie zurück, die Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen des Kioto-Protokolls nicht weiterzuverfolgen. "Die im Kioto-Protokoll vorgesehene Senkung der Kohlenstoff-Intensität ist keine große Herausforderung, sondern eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit", sagte Töpfer. Das starke Wachstum in China und anderen asiatischen Ländern werde zu einem weiteren Anstieg der Ölpreise führen. "Selbst wenn es den Treibhauseffekt überhaupt nicht geben würde, ist es wirtschaftlich notwendig, sich unabhängiger vom Öl zu machen", sagte der CDU-Politiker, der in der Kohl-Regierung Umweltminister war.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 25.08.2005
    © 2005 Financial Times Deutschland,
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Wulff-Affäre: Menschen im Hotel

    Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff grenzten zuletzt ans Lächerliche, die neuen tun es nicht: Sie legen den Verdacht einer Vorteilsnahme nahe. Es könnte eng werden. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote