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  FTD-Serie: Die Top-Ökonomen

Es gibt kaum eine heiße wirtschaftspolitische Debatte oder kluge ökonomische Analyse, in der ihr Name nicht fällt: Joseph Stiglitz, Kenneth Rogoff und Jagdish Bhagwati bilden mit einem guten Dutzend weiterer Top-Ökonomen einen einzigartigen Think Tank. So konträr ihre Ansichten auch sein mögen: Sie schreiben für eine exklusive Serie, die die FTD in Zusammenarbeit mit der internationalen Public-Benefit-Organisation 'Project Syndicate' veröffentlicht.

Merken   Drucken   26.06.2012, 14:20 Schriftgröße: AAA

Top-Ökonomen: Robert Skidelsky - Das verlorene Arbeitsparadies

Mehr Freizeit und Wohlstand für alle - so lautete einst die Verheißung neuer Technologien. Doch sie ist nicht eingetroffen. Heute arbeitet ein immer kleiner werdender Teil der Menschen immer länger. Der Rest ist zu unfreiwilliger Freizeit verdammt.
© Bild: 2010 ftd.de
Kommentar Mehr Freizeit und Wohlstand für alle - so lautete einst die Verheißung neuer Technologien. Doch sie ist nicht eingetroffen. Heute arbeitet ein immer kleiner werdender Teil der Menschen immer länger. Der Rest ist zu unfreiwilliger Freizeit verdammt.

Robert Skidelsky ist Mitglied des britischen Oberhauses und Professor emeritus für politische Ökonomie an der Warwick University.


Die Schuldenkrise erschüttert die Industrieländer und die Arbeitsmärkte. Die Arbeitslosenzahlen steigen vielerorts und die Menschen fragen sich: Kann es je wieder Vollbeschäftigung geben? Da lohnt sich ein Blick in den visionären Essay „Wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder“, den John Maynard Keynes im Jahr 1930 verfasst hat.

Darin unterscheidet Keynes zwischen Arbeitslosigkeit, die durch temporäre wirtschaftliche Einbrüche entsteht, und technologischer Arbeitslosigkeit. Unter der zweiten Gattung verstand er „eine Arbeitslosigkeit, die entsteht, weil unsere Entdeckung von Mitteln zur Einsparung von Arbeit schneller voranschreitet als unsere Fähigkeit, neue Verwendungen für Arbeit zu finden“.

Die Entstehung technologischer Arbeitslosigkeit war für Keynes ein Grund zur Hoffnung. Bewies sie doch, dass fortschrittliche Länder das wirtschaftliche Problem der Knappheit lösen wollen, das die Menschheit zwang, ein mühevolles, von Arbeit geprägtes Leben zu führen.

Maschinen ersetzten zusehends die menschliche Arbeitskraft. Gleichzeitig steigerte sich die Produktivität enorm. Keynes glaubte, dass die meisten Menschen in der heutigen Zeit nur 15 Stunden wöchentlich arbeiten müssten, um alles herzustellen, was sie für ein komfortables Leben bräuchten.

Teil 2: Kapitalismus, der "blutig rot an Zähnen und Klauen" ist

  • FTD.de, 26.06.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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Kommentare
  • 06.07.2012 12:31:07 Uhr   deheidbuma: Ueber den Autor

    Sher geehrter Herr Schlonz, wer sind Sie, dass Sie das Werk einen der groessten Wirschaftswissenschaftler des 20. Jahrhunderts beurteilen können ?

  • 03.07.2012 15:52:42 Uhr   Tuxli: Robert Skidelsky - Das verlorene Arbeitsparad...
  • 03.07.2012 01:15:11 Uhr   mwaj: mwaj
  • 29.06.2012 16:25:02 Uhr   Olaf: Technologische Arbeitslosigkeit
  • 29.06.2012 16:05:39 Uhr   Zechariah The Willing: Ich wollte Mutter - man gab mir Spielzeug
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