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08.09.2011, 17:41
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Umsturz in Libyen:
Gaddafi versilberte tonnenweise Gold
Als es eng wurde für den Diktator, verkaufte er einen Teil der Goldreserven des Landes. Gaddafi brauchte Geld, um Gehälter zu bezahlen. Seit seinem Sturz ist der Machthaber verschwunden - jetzt meldet er sich per Telefon zu Wort.
Muammar al-Gaddafi bleibt verschwunden. Während der letzten Monate seiner Gewaltherrschaft hat der Diktator offenbar ein Teil der libyschen Goldreserven zu Geld gemacht. Während des Aufstands war Gaddafi dringend auf Bares angewiesen, um seine ihm dienenden Soldaten zu bezahlen. Seine ausländischen Konten waren durch internationalen Sanktionen gesperrt.
Gaddafi versteckt sich
Nach Angaben von Zentralbankchef Kassim Assus verkaufte Gaddafi rund 20 Prozent der Goldreserven. Für etwa 29 Tonnen Gold habe 1,7 Mrd. Dinar (knapp 1 Mrd. Euro) eingenommen. Vermögenswerte der Zentralbank seien während der Revolte nicht verschwunden. Die Bank halte 64 Mrd. Euro im Ausland und 14 Mrd. Euro im Inland.
Die neuen Machthaber in Tripolis wollen die Beteiligung des nordafrikanischen Landes an der italienischen Großbank
Unicredit zunächst unberührt lassen. "Alle Beteiligungen sind im Moment wie sie sind. Dies ist eine Interimsregierung", sagte Wafik Shater, der in der Übergangsführung für Finanzen verantwortlich ist.
Libyen hält über die Notenbank und eine Investmentgesellschaft zusammen rund 7,5 Prozent der Unicredit-Anteile ist damit der größte Aktionär. Die Mailänder sind neben Italien stark in Deutschland, Österreich und Osteuropa präsent und eine der größten Banken Europas. Wegen der internationalen Sanktionen gegen Gaddafi wurden die Dividendenzahlungen, die Libyen eigentlich zugestanden hätten, zuletzt auf einem Sperrkonto eingefroren.
Ex-Diktator Gaddafi gibt sich unbeugsam. "Wir werden die Nato besiegen", sagte er in einem Telefonat mit dem syrischen Sender Arrai TV. Die Jugend sei bereit, den Widerstand zu verschärfen. "Wir werden das Land unserer Ahnen nicht verlassen", schwor er. Nach Angaben des Senders kam der Anruf aus Libyen.
Teil 2: Gaddafi ruft in Syrien an
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FTD.de, 08.09.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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