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Merken   Drucken   06.03.2009, 07:36 Schriftgröße: AAA

US-Immobilienkrise: Zwangsvollstreckungen auf Rekordhoch  

US-Präsident Obama sieht den Kampf gegen die Immobilienkrise als Schlüssel zur Zähmung der Rezession - doch die Bemühungen verlaufen im Sande. So viele US-Hausbesitzer wie noch nie können Hypothekenforderungen nicht bedienen. Die Zahl der Zwangsvollstreckungen nimmt drastisch zu.
Die Zahl der amerikanischen Hausbesitzer, die ihren Hypothekenzahlungen nicht mehr nachkommen können, hat eine neue Rekordhöhe erreicht. 3,3 Prozent aller Hausbesitzer, die eine Hypothek abzahlen müssen, befanden sich nach Angaben des US-Verbands der Hypothekenbanken (MBA) in Washington im Dezember 2008 im Prozess der Zwangsvollstreckung. Das bedeute eine Steigerung von 128 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2007 und eine Rekordzahl seit der Einführung der MBA-Statistik 1972.
Die Preise der US-Immobilien waren den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent gefallen. Etwa acht Millionen Hausbesitzer in den USA haben demnach höhere Schulden auf ihr Haus als es derzeit noch Wert hat. Während bisher vor allem die Bundesstaaten Kalifornien, Florida, Nevada, Arizona und Michigan von der Immobilienkrise betroffen gewesen seien, gebe es nun auch zunehmend mehr Zwangsvollstreckungen in den Staaten Louisiana, New York, Georgia, Texas and Mississippi.
Präsident Barack Obama  hatte am Mittwoch ein Programm in Höhe von 75 Mrd. $ aufgelegt, das Hausbesitzern helfen soll, die von einer Zwangsvollstreckung bedroht sind. Das Programm soll US-Bürgern eine Neu-Finanzierung ihrer Hypothek ermöglichen, bei der sie niedrigere monatliche Zinsleistungen zu bezahlen haben. Obama hatte mehrfach betont, dass ein Erfolg im Kampf gegen die Rezession davon abhängen werde, wie es gelinge, die Immobilienkrise in den Griff zu bekommen.
  • dpa, 06.03.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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