Die US-Regierung darf ihren umstrittenen Lauschangriff zunächst fortsetzen. Telefongespräche dürfen solange abgehört und E-Mails gelesen werden, bis über einen Einspruch der Regierung gegen ein vorheriges richterliches Verbot der Praxis entschieden wird.
Das teilte ein Berufungsgericht in Cincinnati am Mittwoch mit. Das US-Präsidialamt in Washington begrüßte die Entscheidung. US-Präsident George W. Bush hatte nach den Anschlägen vom 11. September 2001 dem Geheimdienst NSA ohne vorherige richterliche Erlaubnis das Abhören von Telefonaten und das Lesen von E-Mails von US-Bürgern mit mutmaßlichen Verbindungen zu Muslim-Extremisten gestattet.
"Dieses Programm ist entscheidend für die Prävention terroristischer Anschläge und steht mit dem Gesetz voll und ganz in Einklang", sagte eine Sprecherin des US-Präsidialamts. "Wir sind sehr erfreut zu erfahren, dass wir das Programm fortsetzen dürfen." Mit einer Entscheidung über den Einspruch der Regierung wird bis zum Jahresende gerechnet.
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