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Merken   Drucken   01.09.2008, 22:04 Schriftgröße: AAA

US-Wahlkampf: Gott würde Palin wählen  

Der Republikaner John McCain hat seine Vizekandidatin Sarah Palin ausgewählt, um konservative Wähler an sich zu binden. Jetzt sorgt die Schwangerschaft ihrer minderjährigen Tochter für Aufregung. von Sarah Wildman
Bis vor wenigen Tagen waren Amerikas religiös-konservative Wähler auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain  nicht gut zu sprechen. Der Senator galt in Kreisen der religiösen Rechten als zu liberal und politisch unzuverlässig. Zwar ist McCain ein erklärter Gegner von Abtreibungen und gleichgeschlechtlichen Ehen, seine Unterstützung für die Stammzellenforschung und seine betonte Distanz zu christlichen Politaktivisten machten ihn jedoch suspekt.
Mit der Ernennung von Sarah Palin zu seiner Vizekandidatin hat McCain das auf einen Schlag geändert. Unter den für den Republikaner äußerst wichtigen religiösen Lobbygruppen und sogenannten Wertewählern - Bürgern, für die moralischen Themen wie Abtreibung oder Homoehe wahlentscheidend sind - kennt die Begeisterung über die ebenso religiöse wie konservative 44-jährige Gouverneurin von Alaska derzeit kaum Grenzen. "Unserer Ansicht nach hat Senator McCain eine hervorragende Wahl getroffen", lobt David Nammo von der einflussreichen Organisation Family Research Council.
Die Auswahl Palins werde bei vielen christlichen Wählern die Zweifel an McCain ausräumen. Andere religiös-konservative Organisationen und Aktivisten, deren Anhänger für eine Wahlkampagne ein wertvolles Reservoir an freiwilligen Helfern darstellen, stimmten in die Lobeshymnen ein - darunter James Dobson, Chef der Lobbygruppe Focus on the Family, der McCain bisher offen feindselig gegenüberstand und angekündigt hatte, im November nicht für ihn stimmen zu wollen. In einer Erklärung pries Dobson Palin nun als "herausragende Wahl, die für die konservative Basis der Partei äußerst beruhigend" sei.

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