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Merken   Drucken   25.11.2005, 11:55 Schriftgröße: AAA

Vogelgrippe verbreitet sich rasant in indonesischer Hauptstadt  

Die Vogelgrippe breitet sich in Asien immer schneller aus: In der indonesischen Hauptstadt Jakarta ist der Erreger mittlerweile in allen Stadtteilen zu finden. Auch die nordwestchinesische Region Xinjiang meldete den siebten Ausbruch in nur zehn Tagen.
In China breitet sich das Virus immer weiter aus   In China breitet sich das Virus immer weiter aus
Das Landwirtschaftsministerium teilte am Freitag mit, der gefährliche Erreger H5N1 sei in Geflügel im gesamten Stadtgebiet Jakartas gefunden worden. In Indonesien starben bisher mindestens sieben Menschen an der Vogelgrippe.
In einem Wohngebiet von Jakarta, in dem das jüngste Todesopfer lebte, wurden am Freitag rund 400 Hühner und andere Vögel getötet. Arbeiter in Schutzanzügen verbrannten die Kadaver zusammen mit Käfigen und Ställen. Im Gegensatz zu anderen Ländern werden in Indonesien nicht routinemäßig Hühner geschlachtet, sobald ein Verdachtsfall gemeldet wird. Die Behörden sagten, sie hätten nicht die nötigen Mittel, um die betroffenen Bauern zu entschädigen.
Vogelgrippe im Tsunami-Gebiet
Auch in der indonesischen Tsunami-Region Aceh ist Behörden zufolge die Vogelgrippe ausgebrochen. Mehrere Hundert Hühner seien in der Region verendet, die im vergangenen Jahr nach einem Seebeben überflutet wurde, teilte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums mit.
Die Krankheit sei jedoch nicht in der Nähe der Zeltlager ausgebrochen, in denen Überlebende der Flutwelle vom 26. Dezember untergebracht seien. Die drei bekannten Ausbruchsstellen lägen in von der Flut weniger betroffenen Teilen der Region. Verdachtsfälle auf eine Vogelgrippe-Erkrankung beim Menschen gebe es in der Region bisher nicht, hieß es. In Indonesien sind bisher nachweislich sieben Menschen an der Vogelgrippe gestorben.
Neuer Ausbruch in China
Das gefährliche Virus H5N1 sei außerdem auf einem Bauernhof in Turpan in China nachgewiesen worden, teilten die chinesischen Behörden mit. Mehr als 5000 Tiere im Umkreis von drei Kilometern seien vernichtet worden.
Die chinesischen Gesundheitsbehörden verstärkten ihre Aufklärungskampagne zur Geflügelseuche und zu vorbeugenden Maßnahmen gegen eine Infektion von Menschen. Im Fernsehen und in großen Zeitungen wurde zur Vorsicht bei der Verarbeitung von Geflügel gemahnt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird nächste Woche ein Untersuchungsteam in die Provinz Anhui nach Ostchina schicken, wo der Tod von zwei Bäuerinnen durch die Vogelgrippe offiziell bestätigt worden war.
  • FTD.de, 25.11.2005
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