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Merken   Drucken   14.03.2009, 18:09 Schriftgröße: AAA

Vorgaben für "Schattenbanken": Hedge-Fonds werden reguliert  

Die USA haben ihren Widerstand gegen die Pläne der EU-Staaten aufgegeben: Künftig müssen Hedge-Fonds über ihre Aktivitäten informieren. Auch den Streit um weitere Konjunkturpakete hat Finanzminister Geithner ausgeräumt. von Jens Tartler (Horsham)
Hedge-Fonds werden künftig direkt reguliert. Darauf haben sich die Finanzminister der weltweit zwanzig wichtigsten Länder (G20) am Samstag im britischen Horsham südlich von London verständigt. Sie bereiteten dort den G20-Finanzgipfel Anfang April vor. Demnach wird es für Hedge-Fonds nicht nur eine Registrierungspflicht geben. Die Fonds müssen künftig auch über ihre Aktivitäten informieren.
Die USA hatten sich bislang gegen eine direkte Regulierung von Hedge-Fonds gesperrt. Allenfalls indirekte Vorgaben über die Banken, mit denen sie Geschäfte machen, hatten im Raum gestanden.
Über die Regulierung des sogenannten Schattenbankensystems wird schon lange debattiert. Neben Hedge-Fonds zählt man dazu unter anderem Beteiligungsgesellschaften, Geldmarktfonds und Unternehmen, die ohne Banklizenz Hypothekenkredite vergeben. Sie sind - im Gegensatz zu "echten" Banken - kaum bis gar nicht reguliert und gelten vielen Kritikern als ein Auslöser der Krise. Daher fordern viele bindende Vorgaben gerade für Hedge-Fonds, die in den vergangenen Jahren enorm an Einfluss auf Unternehmen gewonnen haben und oft mit einem großen Risiko agieren.
Auch den Streit um weitere Stützungsaktionen für die Konjunktur haben USA und EU nach den Worten von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) beigelegt. Er und US-Finanzminister Timothy Geithner  hätten dieses Thema in einem Vier-Augen-Gespräch "frühzeitig abgeräumt", so Steinbrück. "Man war sich einig, dass Deutschland schon eine ganze Menge auf den Weg gebracht hat", sagte er. Die Bundesregierung hat zwei Konjunkturpakete beschlossen, die gemeinsam 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen.

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