Eine Pro-Bush Plakette zum US-Wahlkampf 2004
Die klarste Vorhersage macht der Yale-Wirtschaftsprofessor Ray Fair. Sein Modell stützt sich rein auf ökonomische Faktoren wie Wirtschaftswachstum und Inflationsrate. Danach soll Bush im November erstaunliche 57,5 Prozent der Stimmen bekommen. In Meinungsumfragen liegt Bush derzeit bei 50 Prozent, mehr oder weniger gleichauf mit Kerry.
Ähnlich gut schneidet Bush im Vorhersagemodell des Politologen Helmut Norpoth von der State University of New York ab, das sich auf politische Faktoren stützt. Seine Kalkulation ergibt 55 Prozent für den Republikaner. Nach einem Modell von Christopher Wlezien (Oxford University) und Robert Erikson (Columbia University), das wirtschaftliche und politische Daten mischt, ist Bush ebenfalls der Wahlsieger, mit knapp 53 Prozent.
Nicht alle Fachleute halten solche Rechenmodelle für verlässlich. "Bush hat immer noch einen steilen Berg vor sich", sagt der US-Wahlexperte Charles Cook. Er begründet seine Zweifel mit dem Wirtschaftswachstum: Im zweiten Quartal 2004 - dem entscheidenden für die Wahl - sei die Wirtschaft um 2,8 Prozent gewachsen. Historisch gesehen liege die magische Grenze aber bei vier Prozent: Kandidaten, in deren Amtszeit das Wachstum höher ausfiel, siegten; alle anderen hätten verloren - zumeist jedenfalls.