Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für China auf 7,2 Prozent angehoben. In ihrem letzten Bericht war sie noch von einem Anstieg von 6,5 Prozent ausgegangen. Die umfassenden Konjunkturprogramme würden im laufenden und im kommenden Jahr ein solides Wachstum sicherstellen, teilte die Organisation mit. Das 590-Mrd.-$-Programm der chinesischen Regierung sieht vor allem staatliche Investitionen in Infrastrukturprojekte vor.
Zudem stütze die anziehende Kreditvergabe der Banken und die Inlandsnachfrage die Konjunktur. Sehr schwache Exporte seien nach wie vor die größte Wachstumbremse, heißt es in dem Bericht. Eine Erholung auf breiter Front hält die Weltbank angesichts der schwachen Weltwirtschaft und der noch geringen privaten Investitionen für unwahrscheinlich.
Zwar dürfte die Wirtschaft in China nach Annahme der Weltbank auch im kommenden Jahr beträchtliche Zuwachsraten aufweisen, dennoch könne man noch nicht von einer "robusten und anhaltenden Erholung sprechen", sagte Ardo Hansson, der China-Experte der Weltbank. Zudem gebe es Grenzen, "wie weit und wie lange Chinas Wachstum auf Grundlage der staatlich gelenkten Ausgaben vom weltweiten Wachstum abweichen kann".