Es ist die schlimmste Naturkatastrophe seit Menschengedenken in Japan. Schwere Erdstöße und ein anschließender Tsunami verwüsten weite Landstriche. FTD.de berichtet über das Beben und seine Folgen.
Das Atomdesaster in Japan bewegt bislang nur wenige Staaten zu einem echten Umdenken in der Energiepolitik. Zwar wollen die meisten Regierungen ihre Meiler noch einmal überprüfen lassen; so radikal wie Deutschland schwenkt bislang kaum jemand um.
In Rekordgeschwindigkeit hat die schwarz-gelbe Regierung ihre Atompolitik über den Haufen geworfen. Die bereits beschlossene Laufzeitverlängerung der deutschen Meiler wurde ausgesetzt. Sechs vor 1980 gebaute AKW werden zumindest für drei Monate abgeschaltet, Neckarwestheim I soll für immer dicht gemacht werden. In jenen drei Monaten findet eine Sicherheitsüberprüfung statt. Danach soll entschieden werden, wie es weitergeht. Bis zum Unglück in Japan hatte die Bundesregierung noch behauptet, die deutschen Reaktoren seien sicher und für die Energieversorgung des Landes zwingend nötig. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) möchte den Ausstieg aus der Atomkraft nun beschleunigen.
China deutete überraschend eine vorsichtige Wende in der Atompolitik an. Noch am Montag beschloss der Nationale Volkskongress einen massiven Ausbau der Kernenergie. Am Mittwoch teilte Peking mit , das Land wolle vorerst keine neuen Atomkraftwerke genehmigen. Alle bestehenden und im Bau befindlichen Reaktoren würden zudem umfassenden Sicherheitstests unterzogen.
"Wir werden den Genehmigungsprozess für alle atomaren Energieprojekte vorübergehend aussetzen, auch für solche, die sich noch in einem frühen Stadium befinden", erklärte der Staatsrat. In China gibt es den Angaben nach keine erhöhte Strahlenbelastung wegen der Atomkatastrophe in Japan. Allerdings ist unklar, ob sich dahinter wirklich eine nachhaltige Wende verbirgt oder es nur ein Trick der Regierung ist.
Laut dem Beschluss zum zwölften Fünfjahresplan sollten eigentlich bis 2015 Anlagen mit einer Kapazität von 40.000 Megawatt gebaut werden. "Wir können von Japan lernen und werden einige Lektionen in unseren Aufbau der Atomenergie einfließen lassen", sagte Vizeumweltminister Zhang Lijun am Rande des Volkskongresses in Peking. "Chinas Entschlossenheit zur Entwicklung der Atomenergie und alle diesbezüglichen Pläne werden sich nicht ändern." Bislang stehen im Land 13 Reaktoren.
Bis September 2010 waren bereits 34 weitere Atomanlagen genehmigt, 25 davon sind schon im Bau. Beobachter glauben aber, dass es auch in China hinter den Kulissen eine Debatte über die Zukunft dieser Energieform geben wird. Auch hier bebt die Erde - vergangene Woche erschütterte ein Beben der Stärke 5,8 die Provinz Yunnan.
Prominente Politiker in Washington fordern ein Moratorium für den Bau neuer Kraftwerke, stellen deren Sinn aber nicht grundsätzlich infrage. "Die tragischen Ereignisse, die nun in Japan ablaufen, könnten sich sehr leicht auch in den Vereinigten Staaten zutragen", sagte der Demokrat Ed Markey, Energieexperte im Repräsentantenhaus. Auch der unabhängige Senator Joe Lieberman riet, "die Bremse zu ziehen".
Für Präsident Barack Obama ist Atomstrom fester Bestandteil der angestrebten Energiewende. Die US-Regierung hat die Laufzeiten Dutzender bestehender Kraftwerke verlängert. Zurzeit prüfen die Behörden Anträge für den Bau 20 neuer Reaktoren in den nächsten 20 Jahren. Obama hat 8,3 Mrd. Dollar von der Regierung gedeckte Kredite für eine neue Anlage in Georgia zugesagt.
Die USA beziehen 20 Prozent ihrer Elektrizität aus den 104 Reaktoren im Land. 31 davon sind baugleiche Modelle wie der japanische Unglücksreaktor in Fukushima. Sorgen bereiten Atomskeptikern nun vor allem vier Reaktoren im erdbebenanfälligen Kalifornien.
In Moskau wächst die Nervosität, dass die bis zur Atomkrise in Japan positive Stimmung gegenüber der Kernkraft kippen könnte. Ministerpräsident Wladimir Putin sprach von einer "Überprüfung der Pläne zum Ausbau" aller 26 Reaktoren, die bis 2030 in Russland gebaut werden sollen. Außerdem ordnete er einen Komplettcheck der bestehenden 32 Blöcke im Land an.
Russland strebt eine führenden Position auf dem Weltmarkt für Nuklearenergie an und baut unter anderem in Indien und China Reaktoren. Daheim soll der Atomstrom-Anteil von derzeit 16 Prozent auf 33 Prozent bis 2030 wachsen. Der nächste Meiler soll im Gebiet Kaliningrad (früher Königsberg) errichtet werden, mithilfe von Siemens.
Ministerpräsident Manmohan Singh kündigte eine Überprüfung aller Reaktoren auf Erdbeben- und Tsunamisicherheit durch die Atomenergiebehörde und die staatliche Betreiberfirma an.
Auch der Bau des mit 9900 Megawatt größten Kernkraftwerks der Welt in Südindien steht auf dem Prüfstand. Die Gefahr durch Tsunamis sei nicht in die Planung des AKW Jaitapur eingegangen, sagte Umweltminister Umweltminister Jairam Ramesh. Wie Fukushima 1, der havarierte Reaktor in Japan, liegt es in einem Erdbebengebiet an der Küste.
Indien will die die Atomstromproduktion bis 2032 verdreizehnfachen. Das Land hat gerade seinen 20. Reaktor in Betrieb genommen. Proteste dagegen gibt es zurzeit kaum.
Seit Tagen verbreitet die Regierung die Botschaft, dass die Ereignisse in Japan ihr immenses Atomprogramm nicht infrage stellen. "Die zivile Kernkraft dient unserem Land, vor allem weil sie uns relative Unabhängigkeit verschafft", erklärte Industrieminister Éric Besson. Frankreich hängt wie keine andere Nation in Europa an der Kernkraft, die rund 80 Prozent des Stroms liefert.
Gegner fanden bisher kaum Gehör, selbst in den letzten Jahren, als sich Störfälle häuften. Erst kürzlich beschloss die Regierung die Laufzeitverlängerung für alte Anlagen ohne großes Aufsehen. Dabei ist das Gros der 58 französischen Meiler älter als 25 Jahre und weder gegen Terroranschläge noch Flugzeugabstürze oder Erdbeben ausreichend gesichert.
Großbritannien zeigt sich als überzeugter Anhänger der Atomkraft und greift jene Länder an, die den Ausstieg einleiten, also auch Deutschland. Premierminister David Cameron kündigte an, dass Atomkraft weiterhin einen Teil der Energie im Vereinigten Königreich liefern soll. Allerdings müssten Konsequenzen aus der Krise in Japan gezogen werden, zum Beispiel der Anteil der Atomkraft an der gesamten Energieproduktion eingeschränkt werde.
Energieminister Chris Huhne bezichtigte europäische Länder, in der Atompolitik vorschnell auf die Ereignisse in Japan reagiert zu haben. Regierungen schienen "gehetzte Entscheidungen" über die Sicherheit von Atomkraft getroffen zu haben, sagte er am Dienstag im Parlament.
Huhne hatte eine offizielle Untersuchung gestartet. Eine Kommission soll aus den Vorfällen in Japan ableiten, wie Großbritannien die Sicherheit seiner eigenen Reaktoren verbessern kann. Den geplanten Ausbau der Kernkraft stellt die Regierung nicht infrage. Erst im Oktober hat London neue Meiler an acht Standorten in England und Wales genehmigt. Zurzeit sind 19 AKW am Netz.
Die Regierung in Bern hat am Montag die Bewilligung neuer Kraftwerke vorerst ausgesetzt. "Die Sicherheit und das Wohlergehen der Bevölkerung haben oberste Priorität", sagte Energieministerin Doris Leuthard. Bei den bestehenden fünf Kernkraftwerken leitet die Behörde für Nuklearsicherheit zudem eine vorzeitige Sicherheitsüberprüfung ein. Die Meiler wurden in den 70er-Jahren gebaut und sollten nun zum Teil ersetzt werden. Sie liegen teils nahe der deutschen Grenze. Zwei sind laut EU-Kreisen vom gleichen Typ wie Fukushima.
Die Regierung in Helsinki will die Sicherheit der beiden bestehenden Reaktoren überprüfen, hält aber an ihren Plänen für die Errichtung neuer Meiler fest. Der Versorger TVO baut in Olkiluoto an der Westküste gerade ein drittes AKW; dazu dürfen die Konzerne bis zu vier weitere Reaktoren konstruieren. Finnland deckt derzeit rund ein Viertel seines Elektrizitätsbedarfs mit Atomstrom.
Laut Premierminister Fredrik Reinfeldt hat Stockholm keine Pläne, seine Atompolitik zu überprüfen. Das Land beschloss 1980 in einem Referendum als erste Nation überhaupt den Atomausstieg, setzte diesen aber nie richtig um. 2009 erklärte Reinfeldts Mitte-rechts-Regierung dann den offiziellen Wiedereinstieg. Die zehn aktiven Reaktoren generieren 40 bis 50 Prozent des Stroms.
Polen hat keine Atomkraftwerke, will das aber ändern. Ministerpräsident Donald Tusk forciert seit seinem Amtsantritt 2007 den Einstieg in die Atomenergie. Mit dem Bau des ersten Atomkraftwerks will die Regierung 2016 beginnen, 2020 soll es ans Netz gehen. Bis 2030 soll dann das zweite AKW entstehen. Als bevorzugter Standort gilt Zarnowiec nordwestlich von Danzig. Unter den im Parlament vertretenen Parteien herrscht Konsens über die Notwendigkeit eines Atomeinstiegs. Auch die Gemeinden, die sich um den AKW-Zuschlag bewerben, sehen darin eine gute Entwicklungschance und hoffen auf viele Arbeitsplätze. Tusk argumentiert "Wir dürfen nicht übertreiben. Polen liegt nicht in einer Erdbebenzone."
Die türkische Regierung will weiter AKW bauen lassen. Energieminister Taner Yildiz sagte, man werde die allerneueste Technologie einsetzen, wohingegen die in Japan zerstörte Anlage aus dem Jahr 1971 stamme. Eine japanische Delegation setzte ihre Verhandlungen über den Bau eines Atomkraftwerks bei Sinop am Schwarzen Meer fort. Ein weiteres AKW will Ankara am Mittelmeer bauen: vier Blöcke mit insgesamt 4800 Megawatt Leistung.
Nach dem Atom-GAU in Japan regt sich jedoch Widerstand gegen die Pläne. Der Verband der elektrischen Ingenieure warnte anlässlich der Unterzeichnung für einen Kraftwerksneubau in Akkuyu im Süden des Landes, er liege nur 25 Kilometer entfernt von einer Erdbebenlinie.
Nach 25 Jahren ohne Meiler will die Regierung Berlusconi die Kernenergie wieder einführen. "Ich bin dagegen, Entscheidungen auf Basis von Gemütslagen zu treffen", sagte Justizminister Angelino Alfano. 2013 soll der Grundstein für ein erstes AKW gelegt werden, das dann 2019 den Betrieb aufnehmen soll.
Atomkritiker haben ein Referendum angesetzt. Dessen Ergebnis bindet das Parlament zwar nicht rechtlich, wird in der politischen Praxis aber respektiert. Umfragen zufolge sind die meisten Wähler gegen den Wiedereinstieg.
Trotz der Vorfälle im Nachbarland denkt Seoul nicht an den Ausstieg. Südkorea habe eines der besten Sicherheitssysteme der Welt, sagte der stellvertretende Wissenschaftsminister Kim Chang-kyung. Beim Erdbeben vor Japan habe es keine Probleme mit den koreanischen Reaktoren gegeben. Erhöhte Strahlung habe man bislang auch nicht gemessen. Korea hat selbst 21 AKW am Netz; Konzerne wie Samsung und Hyundai gehören zu den Weltmarktführern beim Kraftwerkbau.
Präsident Hugo Chávez stoppte Pläne zum Bau eines Meilers mit einer Leistung von 4000 Megawatt. Die mit der Kernkraft verbundenen Gefahren seien zu groß. "Japan verändert die Pläne für Atomkraft in der ganzen Welt", sagte Chávez.
Das Land gehört zwar zu den größten Uranproduzenten, ein Kernkraftwerk besitzt es jedoch nicht. Um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, plant die Regierung den Atomeinstieg. Die Meiler sollen die Klimabilanz des Landes aufpolieren. Premierministerin Julia Gillard wollte die Atompolitik im Lichte der japanischen Katastrophe noch nicht bewerten. Eine Debatte müsse später geführt werden.
Kurz vor dem gewaltigen Beben in Japan wurde auch Neuseeland von schweren Erdstößen getroffen. Die Stadt Christchurch ist schwer zerstört. Probleme mit Atomkraftwerken gibt es aber nicht in Neuseeland. Das Land verfügt über keine Atommeiler und es sind auch keine geplant. Premierminister John Key sprach den Japanern sein Mitgefühl aus. Die Atomkatastrophe spielte in seinem Statement kaum eine Rolle.
Die sozialistische Regierung wollte ursprünglich bis 2024 aus der Kernenergie aussteigen. Im vergangenen Jahr gab sie den Plan auf, die AKW nach einer Laufzeit von 40 Jahren abzuschalten. Der Meiler von Garoña bei Burgos, dessen Betriebszeit in diesem Jahr abläuft, erhielt die Genehmigung, bis 2013 am Netz zu bleiben. Das Kraftwerk ist - ebenso wie der Meiler von Cofrentes bei Valencia - fast baugleich mit der japanischen Anlage in Fukushima. Die acht AKW produzieren ein Fünftel des spanischen Stroms.
Der GAU in Japan kommt für die Regierung zu einem aus ihrer Sicht ungünstigen Zeitpunkt. Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado warnte vor übereilten Reaktionen. "Wir sollten uns bei den Entscheidungen über die Nutzung der Kernenergie nicht von besonderen Vorkommnissen leiten lassen", sagte sie. Die Sozialisten sind in der Atomfrage ebenso gespalten wie die oppositionelle Volkspartei. 2010 hatten die Parteien im Parlament vereinbart, die Diskussion auf 2015 zu verschieben.
Bereits 1999 beschloss die Regierung in Brüssel den Ausstieg aus der Kernenergie. Nach jeweils 40 Betriebsjahren sollten die sieben belgischen Reaktoren vom Netz. Die Nachfolgerregierungen revidierten die Pläne teilweise, weil ein kompletter Ausstieg unrealistisch sei. Für drei Meiler sollten die Laufzeiten verlängert werden.
Die belgischen Reaktoren gehören zu den ältesten in Europa. Ein Block des AKW Doel bei Antwerpen wurde bereits 1974 in Betrieb genommen. Das Atomkraftwerk Tihange liegt nur etwa 80 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die beiden Kraftwerke produzieren mehr als 50 Prozent des belgischen Stroms.
Die Regierung in Prag hält die Atomanlagen in Tschechien für sicher. Es wäre ein billiges Manöver, jetzt die Öffentlichkeit zu beunruhigen, denn ein Tsunami drohe in seinem Land bekanntlich nicht, meinte Regierungschef Petr Necas jüngst. Die Atomsicherheitsbehörde teilte mit, das umstrittene AKW Temelin könne Erdstöße bis 5,5 auf der Richterskala schadlos überstehen. "Im Kraftwerk ist ein Erdbeben-Überwachungssystem installiert, das mit dem Kontrollraum verknüpft ist", sagte ein Sprecher. Temelin soll weiter ausgebaut werden. Der Betreiber CEZ wolle bis spätestens 2013 mit dem Bau von zwei neuen Reaktorblöcken beginnen.
In dem traditionell atomenergiefreundlichen Land sind derzeit an den beiden AKW-Standorten Jaslovske Bohunice und Mochovce jeweils zwei Reaktoren in Betrieb. Zwei weitere Reaktoren in Mochovce sollen bis 2012/2013 fertiggestellt werden. Zwei Reaktoren eines älteren Atomkraftwerks in Jaslovske Bohunice wurden dagegen Ende 2006 beziehungsweise 2008 gemäß einer Klausel im EU-Beitrittsvertrag (2004) geschlossen. Bisher haben weder der Kraftwerksbetreiber Slovenske elektrarne noch die Regierung oder die Atomaufsicht ein Umdenken in der Energiestrategie aus Sicherheitsgründen auch nur angedeutet.
100 Kilometer südlich von Budapest liegt das einzige Atomkraftwerk des Landes in der Kleinstadt Paks. Seit Ende der 90er Jahre gibt es Planungen für zwei neue Reaktoren, seit 2009 liegt dazu ein Parlamentsbeschluss vor.
Die Umsetzung stockt indes, weil offenbar das Geld fehlt - die ungarischen Elektrizitätswerke wollen dazu Kredite aufnehmen und ausländische Investoren heranziehen, auch Siemens war im Gespräch. 2003 ereignete sich in Paks ein Störfall bei der Reinigung von Brennelementen. Die Radioaktivität in der Umgebung stieg leicht über das normale Limit, 2007 wurden die Schäden beseitigt. In Ungarn gibt es immer wieder leichte Erdbeben, deshalb wurde das Kraftwerk in den 90er Jahren modernisiert und, wie es heißt, erdbebensicher gemacht.
Das einzige Kernkraftwerk des Landes liegt in Cernavoda, etwa 165 Kilometer östlich von Bukarest. Es wurde zwischen 1982 und 2007 erbaut. Zwar besteht politisch Einigkeit darüber, das AKW um zwei weitere Reaktoren zu erweitern, allein es fehlt das Geld. Dramatische Störfälle hat es in Cernavoda bisher nicht gegeben. Allerdings ist Rumänien erdbebengefährdet - freilich lange nicht so stark wie Japan. Das letzte verheerende Erdbeben mit bis zu 2000 Toten gab es 1977, betroffen war vor allem Bukarest und der Süden des Landes; ein ähnlich schweres Beben erschütterte Rumänien 1940.
Das Land hält am Atomkraftwerksprojekt Belene fest. Energieminister Trajtscho Trajkow forderte allerdings vom russischen Hersteller "zusätzliche Garantien" für die beiden 1000-Megawatt-Reaktoren. Zugleich signalisierte der Minister einen Plan B. Danach könnte ein zweites Atomkraftprojekt an der Donau für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt werden, und der erste der beiden in Russland bestellten Reaktoren im bestehenden AKW Kosloduj eingesetzt werden.
Russland hat die Sicherheit des AKW Belene bekräftigt. Für das Werk seien "einzigartige Sicherheitssysteme" vorgesehen, sagte der Exekutiv-Direktor von Rosatom, Kiril Komarow, in Sofia. Zu diesem staatlichen Unternehmen gehört Atomstroiexport, bei dem der Bau von Belene bestellt ist. Es wäre das erste von Russland in der EU gebaute Atomkraftwerk.
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