Kursinformationen und Charts
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Es ist ausgesprochen schmerzhaft, was der Währungsfonds als Gegenmittel von den wichtigsten Notenbanken und Regierungen verlangt: Die amerikanische Fed soll ihre Politik des lockeren Geldes weiterführen, die Europäische Zentralbank ihre Zinsen senken und ihre Anleihekäufe ungeachtet jeder Kritik fortsetzen. Obendrein sollen jene
Euro -Staaten, die es sich noch leisten könnten, milliardenteure Konjunkturprogramme auflegen.
So schwer es fallen mag - es wäre verkehrt, die Forderungen des IWF einfach vom Tisch zu wischen. Das gilt zum einen für die Bundesregierung, die jetzt nicht vorschnell Konjunkturhilfen eine Absage erteilen sollte.
Und das gilt zum anderen für die Europäische Zentralbank, die nur mit äußerst schlechtem Gewissen auf dem Anleihemarkt agiert und dafür von vielen in Deutschland angegriffen wird. Das Stützungsprogramm sehen viele Kritiker im Widerspruch zur reinen Lehre. Aber wer, wenn nicht die EZB, kann denn derzeit sonst eingreifen? Sie ist die einzige Institution, die jetzt handlungsfähig ist, um eine Implosion der Euro-Zone abzuwenden. Deshalb wird sie notleidenden Euro-Staaten so lange beispringen müssen, bis der Rettungsfonds EFSF etabliert ist.