Wirklich neu sind die in dem Uno-Bericht vorgestellten Trends nicht, in ihrer Eindeutigkeit aber dennoch beeindruckend: Bis 2050 wird die Weltbevölkerung rasant weiter wachsen, 9,2 Milliarden Menschen sollen dann auf der Erde leben. Würde die Geburtenrate kontant bleiben, sind sogar 11,9 Milliarden Erdenbewohner zu erwarten - die heutige Bevölkerungszahl von 6,7 Milliarden hätte sich innerhalb eines halben Jahrhunderts nahezu verdoppelt.
"Vor allem die am wenigsten entwickelten Länder wachsen immer noch rasant", erklärte die Sprecherin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) bei der Vorstellung der Zahlen. Asien bleibt dabei mit einem Zuwachs von 1,3 Milliarden Spitzenreiter - und China wird von Indien als bevölkerungsreichstes Land überholt.
Während im vergreisenden Europa und selbst in Entwicklungsländern wie Costa Rica, Thailand oder Tunesien die Fruchtbarkeit weit unter das Durchschnittsniveau von 2,1 Kindern fällt, bleibt Afrika trotzt eines starken Bevölkerungszuwachses der jüngste Kontinent - auch eine Folge der verheerenden Aids-Epidemien, welche die Lebenserwartung in manchen afrikanischen Ländern um bis zu 30 Jahre senken.
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