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Merken   Drucken   22.01.2010, 21:22 Schriftgröße: AAA

Zweite Amtszeit des Fed-Chefs: Senatswiderstand gegen Bernanke wächst  

Es schien schon klar, dass Ben Bernanke an der Spitze der US-Notenbank bleibt - und Präsident Obama ist immer noch davon überzeugt. Doch nach der jüngsten Wahlniederlage der Demokraten diskutieren die Senatoren in Washington eifrig seine Verantwortung für die Finanzkrise.
Im US-Senat wächst der Widerstand gegen eine zweite Amtszeit von Notenbankchef Ben Bernanke . Am Freitag kündigten zwei weitere Senatoren von Barack Obamas  demokratischer Partei an, gegen den Wunschkandidaten des US-Präsidenten zu stimmen. Damit scheren insgesamt vier Demokraten in der Kongresskammer aus. Mehrere Republikaner haben bereits ihr Nein angekündigt. Zwar wird in beiden Lagern weiterhin mit einer Bestätigung gerechnet. Doch beide Seiten zählten die Stimmen genau, hieß es. Die zunehmende Unsicherheit lastete auch auf den Aktienkursen an den US-Börsen.
"Unter der Aufsicht von Bernanke hat die Federal Reserve grob verantwortungslose Finanzgeschäfte erlaubt, die zu der schwersten Finanzkrise seit der Depression geführt haben", sagte der Demokrat Russ Feingold, der am Freitag seine Bernanke-Ablehnung ankündigte. Der Fed-Chef hatte 2006 unter dem ehemaligen Präsident George W. Bush die Führung der Notenbank übernommen. Während der Krise hat er die Zinsen massiv gesenkt und die Geldschleusen so weit geöffnet, wie es die Notenbank praktisch noch nie getan hat. Vor dem Hintergrund hoher Arbeitslosigkeit haben die Milliarden-Hilfen für die Bankenbranche den Unmut gegenüber der Federal Reserve und ihrem Chef wachsen lassen.

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  • Reuters, 22.01.2010
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