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26.07.2011, 21:51
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Direktinvestitionen:
Deutsche Industrie erstürmt die Welt
Seit 2008 sinken die Auslandsinvestitionen in Frankreich, die britischen und japanischen brachen regelrecht ein. Anders in Deutschland. Die hiesigen Unternehmen steigen zum zweitwichtigsten globalen Investor auf.
von Martin Kaelble
und Mathias Ohanian, Berlin
Deutsche Unternehmen haben ihr Engagement in anderen Staaten 2010 massiv ausgebaut. Das geht aus dem Bericht der Uno-Handelsorganisation Unctad zu Direktinvestitionen im Ausland hervor, der am Dienstag vorgelegt wurde.
Demnach wuchs keine der großen Industrienationen hierbei so rasant wie Deutschland: Heimische Firmen verzeichneten ein Plus von knapp 35 Prozent auf 105 Mrd. Dollar. Damit steigt Deutschland zum zweitwichtigsten globalen Investor auf. Nur US-Firmen legten 2010 noch mehr Geld im Ausland an.
Kursinformationen und Charts
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Eon
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15,21 EUR |
[-0.055] |
-0,36% |
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Merck
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75,48 EUR |
[0.21] |
+0,28% |
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Der Anstieg belegt die gute deutsche Konjunktur nach der Finanzkrise. Deutsche Firmen sind dadurch im Ausland konkurrenzfähiger als viele Rivalen. So sanken die Investitionen aus Frankreich seit 2008 stetig, die aus Großbritannien und Japan brachen regelrecht ein. Selbst Chinas Investitionswachstum blieb mit 19,3 Prozent (ohne Hongkong) hinter dem deutschen zurück.
Deutlich wird aus den Zahlen vor allem die wachsende Bedeutung der Schwellenländer. Laut Unctad zogen sie erstmals mehr als die Hälfte aller Investitionen an. Zahlen der Bundesbank zufolge legten deutsche Unternehmen in den aufstrebenden Volkswirtschaften mit 11,4 Mrd. Euro nahezu doppelt so viel an wie 2009. Diese Dynamik hält auch im laufenden Jahr an. Allein im ersten Quartal 2011 war der Anstieg der Geldströme in die Schwellenländer fast halb so groß wie im Gesamtjahr 2010.
"Die Nachfrage aus den Schwellenländern wird weiter steigen", sagt Christian Schulz, Volkswirt der Berenberg Bank. "Und damit einhergehend werden auch die deutschen Auslandsinvestitionen weiter zulegen."
Teil 2: China wird immer wichtiger
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FTD.de, 26.07.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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