FTD.de » Politik » Konjunktur » Düstere Zeiten für die Euro-Zone

Merken   Drucken   07.01.2010, 13:00 Schriftgröße: AAA

Europa in der Krise: Düstere Zeiten für die Euro-Zone  

Kommentar Erst die Finanzkrise hat deutlich gemacht, wie sehr einzelne Länder unter Ungleichgewichten innerhalb der Währungsunion leiden. Die Peripherie steckt in einer strukturellen Rezession. von Martin Wolf
Martin Wolf ist FT-Kolumnist.
Was wäre in der Finanzkrise ohne den Euro geschehen? Die kurze Antwort: In einzelnen Mitgliedsstaaten wäre es zu einer Währungskrise gekommen. Die Währungen Griechenlands, Irlands, Italiens, Portugals und Spaniens hätten gegenüber der D-Mark verloren. Genau das wollten die Architekten der Euro-Zone verhindern. Sie hatten Erfolg. Wenn sich aber der Wechselkurs nicht anpassen kann, muss sich etwas anderes anpassen: die Volkswirtschaft der Mitgliedsstaaten an der Peripherie der Euro-Zone. Sie sind gezwungen, ihre Inflation im Vergleich zu Deutschland, dem weltweit führenden Exporteur qualitativ hochwertiger Erzeugnisse, möglichst niedrig zu halten. Ich wünsche ihnen viel Glück.

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Kommentare
  • 09.01.2010 22:23:57 Uhr   Floppy_stgt: "Aux armes citoyens.."

    Betreff; Teil der "Marseillaise" = "An die Waffen Buerger..".
    Dies ist aber nur ein Bild.

    Euro hin oder her. Ich bin gluecklich.
    Ich kann endlich mein Schwager in Ireland besuchen, ein Teil der Familie und Freunden in Frankreich belaestigen, meine Arbeitskollegue (die besten) in Deutschland zum Essen einladen mit EINEM Portemonnaie. Frueher sah alles dramatischer aus; auch bei den Reisekostenabrechnungen.

    Aber: was ist Euro? Euro ist Mittel um Waren und Leistung auszutauschen. Es gibt Versuche seit ein Paar Tausend und Hundert Jahren eine Methode zur Vereinfachung des Austausches der Waren und der Leistungen zu definieren. Es wurde mal Gold, mal Silber als Tauschmittel definiert. Auch Salz. Aber es ging schon schief: das Gold-Inhalt der Muenzen wurde reduziert weil der Koenig (der die Muenze erstellen duerfte) Schulden hatte.. das heisst der Missbrauch der Waehrungen ist nicht seit gestern sondern Teil des Systems. Ich denke wenn wir ein Euro definieren, dann sollten wir es auch richtig tun; eine Ethik soll dabei sein. Ich traueme von einem Ethik-Gremium der Fragen wie:
    - dienen Waren basierend auf Geld-Mechanismen foerndernd fuer den Waren und Leistungen-Austausch?
    - werden Missbraueche erkennbar bzw. werden Risiken zu Missbrauch groesser? (siehe die Letzte Fond-Stories.. wie Madoff)
    Dann soll dieses Ethik-Gremium klare Empfehlungen geben und soll zB einige Verhalten / Finanzprodukte.. an die Pranger stellen. Welche lokale Politiker dann die Empfehlungen nicht folgen und spaeter Missbrauche entdeckt werden, sollen auch die Verantwortung uebernehmen.

    Buerger von Europa, verlangen Sie einfache Regeln und fordern Sie die Rueckkehr auf einen uebersichtigen Umgang mit dem Euro der nicht da ist zum Zocken sondern um die Waren und Leistungen einfacher auszutauschen.

  • 08.01.2010 11:44:56 Uhr   Askese: @Strichnid, Eher nicht...
  • 07.01.2010 23:37:49 Uhr   Tom: Der Euro muß wieder abgeschafft werden
  • 07.01.2010 15:48:26 Uhr   Strichnid: Jetzt erst gemerkt?
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