Teil 2: Programm der quantitativen Lockerung
Die Bekämpfung der eigentlichen Ursache der Krise, also des „Finanzsektors“ verblieb bei Ankündigungen. Im Gegenteil es gehe schon zum zweiten Mal um die Rettung der Banken. Die Weltwirtschaft schlittere in die zehnte große Finanzkrise der letzten dreißig Jahre, ohne dass man bei der Analyse der Ursachen auch nur einen Millimeter weitergekommen wäre.
Deutschland in völliger Verkennung der Bedingungen in einer Währungsunion sofort nach dem Inkrafttreten der entsprechenden Verträge anfing, das gemeinsam festgelegte Inflationsziel in dem Versuch zu unterlaufen, durch Lohnsenkungen seine Wettbewerbsfähigkeit voll gegen die europäischen Partner auszuspielen, die sich nun nicht länger über die Abwertung ihrer Währungen wehren konnten, war die Währungsunion sozusagen von der ersten Stunde an auf einem Pfad in den Untergang. Solange eine Mehrheit glaubt oder glauben will, das es eine sog. Staatschulden Krise sei, statt einer Finanzkrise, solange wird sich auch nichts ändern. In Deutschland wird nächstes Jahr gewählt, und Deutschland "liebt" unsere Kanzlerin, weil sie wie eine Schwäbische Hausfrau spart. Deutschland hat mit der Agenda 2010 eines der größten Niedriglohnsektoren in Europa aufgebaut, und mit einer Armee von mehr als 5 Millionen Arbeitslose, genug Drohpotential bei den Arbeitslosen aufgebaut, damit auch nur jede Arbeit, egal zu welchem Almosen anzunehmen. Frau Merkel denkt Global, nicht an die Europäischen Nachbarn, sondern orientiert sich an China und Indien und hier liegt ja noch Potential nach unten was die Löhne betrifft. Deutschland entwickelt sich immer mehr zum zweiten China in Europa, und bekanntlich sind dort die Löhne noch niedriger. Deutschland zerstört gerade in Europa den Solidaritätsgedanken. Die Probleme einiger Länder in der EU, wurden verursacht durch die einseitige Export orientiere Politik in Deutschland, dagegen haben die kleinen Nachbarländer keine Chance, weil sie ja nicht mehr abwerten können. Anders als es die Legende besage, habe Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit nicht etwa durch hohe Produktivität, sondern durch eine politisch inszenierte Lohndrückerei gegenüber den Partnern in der Währungsunion verbessert. Solange man aber in Deutschland der Propaganda glaubt, die Ursachen seien die Staatschuldenkrise, solange wird man an der Sparpolitk glauben. Andere Möglichkeiten werden kategorisch ausgeschlossen.