Exit-Strategie:Anleihen-Aufkauf der Fed nimmt Formen an
Seit Monaten rätseln Experten, wie die US-Notenbank ihre ultralockere Geldpolitik noch weiter lockert. Einem Zeitungsbericht zufolge könnte sie den Markt mit mehreren Hundert Milliarden Dollar fluten - und damit wäre das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.
Die US-Notenbank wird einem Zeitungsbericht zufolge in der kommenden Woche die Details zu ihrer erwarteten geldpolitischen Lockerung bekannt geben. Dabei werde die Fed ein Aufkaufprogramm für US-Staatsanleihen im Volumen von mehreren Hundert Milliarden Dollar verkünden, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch ohne Nennung von Quellen.
Die US-Notenbank dürfte bald wieder Wertpapiere kaufen
Das Programm werde über mehrere Monate laufen und sich wohl auf Anleihen mit Laufzeiten zwischen zwei und zehn Jahren konzentrieren. Die Details würden derzeit intern bei der Fed noch besprochen. Die groben Züge seien aber inzwischen klar. Beobachter erwarten ein Volumen von mindestens 500 Mrd. Dollar.
Die Fed könnte sich in ihrem Programm die Tür offen lassen für mögliche weitere Zukäufe in der Zukunft, berichtete die Zeitung. Dies könne etwa dann der Fall sein, wenn sich abzeichne, dass die Inflationsrate unter zwei Prozent und die Prognosen für den Arbeitsmarkt schlecht blieben. Auf der anderen Seite könne die Fed das Programm auch stoppen, falls die Inflation hochschnelle oder die Wirtschaft kräftig an Fahrt gewinne.
Experten erwarten bereits allgemein, dass die Fed in der kommenden Woche bekanntgeben wird, die US-Wirtschaft erneut mit Konjunkturspritzen per Notenpresse zu stimulieren. Entsprechendes hat Notenbank-Chef Ben Bernanke schon angedeutet.
Hintergrund ist das lahmende US-Wachstum. Die Arbeitslosenquote liegt bei fast zehn Prozent. Die Fed hatte bereits auf dem Höhepunkt der Finanzkrise für 300 Mrd. Dollar US-Staatsanleihen gekauft und Immobilienpapiere im Volumen von mehr als 1000 Mrd. Dollar erworben.
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