Schlechte Perspektiven für die Euro-Zone: Das Wirtschaftsklima des Münchner Ifo-Instituts hat sich im vierten Quartal erneut verschlechtert. Der Index fiel von 88,9 Punkten im Vorquartal auf 81,7 Punkte und liegt damit noch deutlicher unter dem langfristigen Durchschnittswert von 109 Zählern.
"Eine wirtschaftliche Erholung ist noch nicht in Sicht", sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Das Ifo-Institut und die Internationale Handelskammer in Paris befragten 270 Volkswirte zur Lage in der Eurozone.
Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate werden meist pessimistischer eingeschätzt. Hauptgründe dafür sind die Sparzwänge der öffentlichen Hand, die fehlende Nachfrage der Konsumenten und die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern.
Besonders schlecht sieht es in Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern aus. Nur in Irland, den Niederlanden und Estland sind die Erwartungen für das nächste Halbjahr positiv.