FTD.de » Politik » Konjunktur » Thomas Fricke - Verkehrtes Staatsvertrauen

Merken   Drucken   28.01.2010, 19:00 Schriftgröße: AAA

Kolumne: Thomas Fricke - Verkehrtes Staatsvertrauen  

Bisher galt, dass die Deutschen immer nach dem Staat rufen - anders als Briten und Amerikaner. Ein Klischee, das endgültig in die Floskelkiste gehört. Die eigentliche Frage ist, wer den besseren Staat hat. von Thomas Fricke 
Was mussten wir uns nicht alles von unseren Freunden jenseits von Kanal und großem Teich anhören: dass wir in Deutschland dem schrecklichen Glauben anhängen, der Staat könne helfen; und dass wir doch einfach nur gucken müssen, wie Amerikaner und Briten mit viel niedrigeren Staatsquoten und Schulden brillieren.
Aus, vorbei. Seit Ausbruch der Gigafinanzkrise kursiert bei unseren Freunden nicht nur der ein oder andere Zweifel an den heilsamen Kräften des Marktes. Bei näherem Hinsehen scheint das ganze Klischee allmählich bearbeitungsbedürftig, wonach Amerikaner und Briten weniger am Staat hängen und seltener nach ihm rufen als wir. Vielleicht rufen sie nur anders. Die Frage ist dann, wer besser brüllt. Jedenfalls ist manche Staatsquote bei uns mittlerweile niedriger als bei denen, nicht höher.

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  • Aus der FTD vom 29.01.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 01.02.2010 11:48:54 Uhr   Hermann H.: Zweifelhaft

    Genauso plakativ wie früher die Marktgläubigkeit kommt jetzt die zurück zum Staat Gläubigkeit daher.
    Dabe ist schon zweifelhaft, das tatsächlich in Deutschland weniger Staatsbedienstete bechäftigt werden. Denn die Statistik wurde vielerorts buchhalterisch manipuliert, in dem man aus Personal- Sachkosten gemacht hat.
    Bis jetzt ist in Deutschland selbt bei kategorischen Einstellungsstops noch jede Behörde personell gewachsen.
    Die Frage kann ohnehin nicht lauten Staats- oder Marktwirtschaft. Nicht jeder "Markt" ist sinnvoll, das gilt alledingsauch für staatliche Lösungen.
    Man gewint sogar dne Eindruck, mehr Markt bei uns und weniger Markt be idne Angelsachsen zusammen di Krise hätten verhindern können.
    Märkte können nur Wohlstand schaffen, wenn sie unabhängig von der Größe Wettbewerb zulassen und Größenvorteile neutralisieren.
    Dagegen hat man hüben wie drüben verstossen.

    H.

  • 01.02.2010 09:48:27 Uhr   Thomas Müller: @fokus
  • 29.01.2010 21:57:32 Uhr   Weniger ist mehr!: Der Staat und sein Volk
  • 29.01.2010 21:04:49 Uhr   fokus: Rechenformel
  • 29.01.2010 20:16:02 Uhr   fokus: Schmähreden
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