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07.01.2011, 14:06
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Konjunktur:
Deutscher Aufschwung spaltet Ökonomenzunft
Den Boom 2010 haben viele Ökonomen völlig unterschätzt - und auch die Prognosen der Konjunkturexperten für 2011 bieten wieder jede Menge Potenzial für Fehlgriffe.
von Martin Kaelble
und Mathias Ohanian, Berlin
Denn in diesem Jahr gehen die Vorhersagen der Volkswirte weit auseinander. Während die einen eine Fortsetzung des kräftigen Booms erwarten, rechnen andere mit einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums.
Dabei unterscheiden sich die Prognosen nicht allein numerisch - hinter den Zahlen verbergen sich vollkommen unterschiedliche Lesarten der Krise und der darauffolgenden Erholung. Die pessimistischeren Prognostiker sehen im kräftigen Aufschwung 2010 vor allem eine Rückprallbewegung auf den Einbruch, die mit der Zeit an Kraft verliert. Andere wähnen dagegen Deutschland in einem Dauerboom, mit anhaltend stärkeren Wachstumsraten als in der jüngeren Vergangenheit.
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Das Comeback der Zulieferer
Von "fetten Jahren" für Deutschland spricht beispielsweise Carsten-Patrick Meier, Volkswirt der Prognosefirma Kiel Economics. Er liegt mit seiner Vorhersage von 3,2 Prozent an der Spitze der Optimisten. In diesem Szenario würde der deutsche Aufschwung auch in diesem Jahr fast ungebrochen weitergehen.
Hauptgrund: Dank der niedrigen Zinsen rechnet Meier mit einem günstigen Umfeld für Unternehmensinvestitionen. Und weil die Konjunkturerholung in anderen entwickelten Ländern - vor allem in der
Euro -Zone - in den kommenden Monaten nur schleppend verlaufen dürfte, bleiben seiner Einschätzung nach die Finanzierungsbedingungen insgesamt sehr günstig.
Die Folge ist ein Investitionsboom in Deutschland. Meier rechnet mit einem mehrere Jahre anhaltenden, kräftigen Aufschwung in Deutschland, mit Wachstumsraten, die doppelt so hoch sind wie vor der Finanzkrise.
Teil 2: Pessimisten betonen strukturelle Probleme auf der Welt
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FTD.de, 07.01.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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