Damit nimmt die Zahl der Arbeitsplätze immer noch zu langsam zu, um die Misere am Jobmarkt zu beenden. Allein um das Wachstum der Bevölkerung auszugleichen, müssten jeden Monat 125.000 Jobs geschaffen werden. Das dürfte die US-Notenbank Fed in ihrem Kurs bestätigen: Sie hat angesichts der hohen Arbeitslosigkeit ein weiteres Aufkaufprogramm für Staatsanleihen gestartet. Bis Ende Juni will sie für 600 Mrd. Dollar solche Papiere erwerben, um so die Wirtschaft zu stützen.
Fed-Chef
Ben Bernanke warnte erneut vor einer langen Durststrecke am Jobmarkt. "Es könnte vier bis fünf Jahre dauern, bis sich der Arbeitsmarkt voll normalisiert hat", sagte Bernanke vor dem Haushaltsausschuss des Senats. Er verteidigt dort das umstrittene Aufkaufprogramm der Fed.
Klamme Bundesstaaten sparen
Während der Krise waren mehr als acht Millionen Jobs verloren gegangen. Die hohe Arbeitslosigkeit bedroht auch die Konjunkturentwicklung, da der private Konsum rund 70 Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht. Auch der Häusermarkt düfte sich nicht nachhaltig erholen, solange viele Eigenheimbesitzer aufgrund ihrer Arbeitslosigkeit ihre Hypothekenzahlungen nicht leisten können.
Die Arbeitslosenquote lag 2010 im Durchschnitt bei 9,6 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 1983. Im Dezember waren noch 14,5 Millionen Menschen ohne Job. Die meisten Stellen wurden im privaten Dienstleistungssektor geschaffen. Hier legte die Zahl der Jobs um 115.000 zu. Der Einzelhandel verzeichnete 12.000 neue Jobs. Im November hatte hier noch ein Abbau Beobachter überrascht, die angesichts des Weihnachtsgeschäfts ein starkes Plus erwartet hatten. Im öffentlichen Sektor werden weiter Stellen abgebaut, da Bundesstaaten und Bezirksregierungen aufgrund ihrer klammen Finanzlage Geld sparen müssen.