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Merken   Drucken   14.10.2011, 08:47 Schriftgröße: AAA

Schuldenkrise: S&P stuft Bonität Spaniens herunter

Die Ratingagentur Fitch hat es bereits getan. Auch S&P sieht die Aussichten für Spanien schlechter und reduziert das Rating der Iberer um eine Note. Der Ausblick fällt gleichfalls negativ aus.
Nach Fitch beurteilt auch Standard and Poor's die Zuverlässigkeit Spaniens bei der Rückzahlung seiner Schulden schlechter. Die Ratingagentur stufte die Kreditwürdigkeit der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone am Freitag um eine Note herunter auf AA-.
Wie Fitch schloss auch S&P eine weitere Verschlechterung nicht aus und setzte den Ausblick auf negativ. Die Agentur begründete ihren Schritt unter anderem mit der hohen Arbeitslosigkeit, einer zunehmenden Kreditklemme sowie der hohen Verschuldung des Privatsektors in dem Land.
Als weitere Gefahr nannten die Experten die absehbare Abkühlung der Konjunktur. "Trotz der Anzeichen für eine gewisse Widerstandsfähigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung 2011, sehen wir wachsende Risiken für das Wachstum Spaniens", hieß es in der Erklärung.
Die Arbeitsmarktreform der Regierung sei noch nicht abgeschlossen und die spanische Finanzbranche werde durch den wachsenden Umfang an "problematischen Vermögenswerten" geschwächt, so die Agentur.
Damit wächst der Druck auf die Euro-Zone, zügig eine umfassende Lösung für die Schuldenkrise vorzulegen.
Der Kurs des Euro hält sich trotz der Herabstufung deutlich über der Marke von 1,37 US-Dollar  gehalten. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,377 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7256 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,3727 Dollar festgesetzt.
  • Reuters, 14.10.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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