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Merken   Drucken   13.10.2009, 11:35 Schriftgröße: AAA

Schwächerer Ausblick: ZEW sieht Konjunkturdämpfer  

Die Stimmung unter Deutschland Finanzexperten trübt sich im Oktober stärker ein als befüchtet: Ihre Erwartungen gingen laut Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung um 1,7 Punkte zurück - für die Eurozone sieht die Lage schlechter aus.
Die Konjunkturzuversicht in Deutschland hat einen leichten Dämpfer erhalten. Die Stimmung deutscher Finanzexperten fiel im Oktober etwas stärker als erwartet. Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien um 1,7 Punkte auf 56,0 Punkte gesunken, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag mit.
Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 57,5 Punkte gerechnet. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten mit einen Anstieg auf 58,3 Punkte gerechnet. Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich laut ZEW im Oktober um 1,8 Punkte auf minus 72,2 Punkte.
"Die Konjunktur verbessert sich aber nur allmählich", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz zu der Umfrage. Zwar habe die Industrie zuletzt sechs Monate in Folge wieder mehr Aufträge eingesammelt. Andererseits seien die Exporte aber zuletzt überraschend gesunken. "Ungewiss ist zudem, wie sich der private Konsum entwickeln wird", hieß es beim ZEW. Der Eurokurs geriet nach Veröffentlichung des ZEW-Indikators unter Druck. Die Kurse am deutschen Aktienmarkt gaben ebenfalls nach.
Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland sei nach wie vor desolat und bessere sich nur allmählich. Die Konjunkturerwartungen liegen unterdessen weiterhin über ihrem historischen Mittelwert von 26,7 Punkten.
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Oktober um 2,7 Punkte auf 56,9 Punkte zurückgegangen. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage verbesserte sich um 2,5 Punkte auf minus 75,4 Punkte. Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden monatlich erhoben. An der Umfrage beteiligen sich 288 Finanzexperten.

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