FTD.de » Politik » Konjunktur » Der ungesunde Jojo-Effekt

Merken   Drucken   13.08.2010, 14:44 Schriftgröße: AAA

Starke Wirtschaftsdaten: Der ungesunde Jojo-Effekt  

Kommentar Der Aufschwung ist XL und der Jubel darüber fällt überschwänglich aus. Dabei ist das Auf und Ab auf Dauer kaum verträglich für die deutsche Wirtschaft. Gesünder wären moderatere Ausschläge - wie zum Beispiel in Frankreich. von Mathias Ohanian
Die deutschen Ökonomen überschlagen sich vor Begeisterung: Um mehr als drei Prozent dürfte die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr zulegen, sagen die meisten von ihnen. Grund für den überschwänglichen Gefühlsausbruch ist das sagenhafte Wachstum von 2,2 Prozent im Frühlingsvierteljahr – das größte Quartalswachstum seit der Wiedervereinigung. Das ist einerseits erfreulich.

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  • FTD.de, 13.08.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 20.08.2010 20:27:08 Uhr   Jasmin Müller: Brüderles Jojos

    Erst vor anderthalb Jahren fast genau die gesamten Jahreseinnahmen der Bundessteuern in Höhe von fast 200 Mrd. den Unternehmen mit einem unfreiwilligen Gruß vom bereits die Banken großzügig bespendeten Steuerzahler in den Hals gerammt, dann zwei Millionen Kurzarbeiter mit dem Geld des Steuerzahlers zwei Jahre mästen, während die Industrie trotzdem beidhändig Hunderttausende entsorgt, dazu jährlich 25% des Hartz-IV direkt den Unternehmern als Bares fürs "Aufstocken" der zum Überleben nicht mehr ausreichenden Minilöhne hinterher werfen (z.Zt. ca. 11 Mrd. p.a.) und abschließend das Ganze noch mit lauthals verkündetem künstlichen Nachfrageboom der Autobranche garnieren, der nur durch absatz-politisch motivierte Sturzeinkäufe der fetten Edellimousinen für Hunderttausende linientreue Parteiapparatschicks durch die Chinesen kurz angetrieben wird, wofür diese nun das komplette restliche Knowhow unserer Hersteller und eine volle Marktöffnung der EU für chinesische abgekupferte Automarken unter der Flagge unserer so verkäuflichen Automarkennamen erwarten.

    Und schon kann Brüderle eine weitere Schorle prostend weiterzuzeln und dem Volke "Aufschwung XXL" verzapfen, während lt. Stat. Bundesamt z.Zt. die Zeitarbeitsbranche die einzige Branche mit reellen Neueinstellungen ist.

    Dazu frisiert die Regierung seit Jahren nach dem amerikanischen Vorbild von Monat zu Monat immer ungehemmter die Arbeitsstatistik durch monatlich dazukommende Ausschluss-Tatbestände fröhlich weiter, so dass Brüderle bereits von Vollbeschäftigung medienwirksam und 5%-gefährdet fantasiert, wo in der Statistik z.Zt. sicher gute 2-3 Mio. Realarbeitslose mittlerweile so künstlerisch wertvoll nicht mehr geführt werden!
    Laut aktuellen Umfragen möchten z.Zt. in Deutschland mehr als 7-8 Mio. Menschen gerne arbeiten, sie können es aber mit gerade 800.000 offenen Stellen leider nicht.
    Und in gerade max. 15 Jahren wird die deutsche Durchschnittsrente lt. dem Wirtschaftsweisen Bofinger auf ein Drittel sinken!

    Helau!
    Alles wird gut und der Karneval kann weitergehen!
    (Ehrlich, noch etwas und die glauben echt selbst was sie da verzapfen!)

  • 15.08.2010 12:19:18 Uhr   Profit: Viva la France?
  • 15.08.2010 10:59:05 Uhr   Zweiäugiger: @M.Huter, Einäugig
  • 14.08.2010 02:03:42 Uhr   Schalk-Golodkowski: Brüderles "Vollbeschäftigung XXL"...
  • 13.08.2010 23:26:26 Uhr   M.Huter: Verwirrender Kommentar
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