Im Juli war der Umsatz stabil geblieben, nach einem Plus von 3,9 Prozent im Juni. Preisbereinigt fiel das Minus mit 2,9 Prozent ebenfalls sehr kräftig aus. Analysten hatten lediglich mit einem realen Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet.
"Eine negative Trendwende ist das nicht, dem müsste schon ein Einbruch der Weltwirtschaft und der deutschen Exporte vorausgehen," sagte Alexander Koch von Unicredit. "Wir rechnen nicht mit einem Einbruch des Konsum, trotz gestiegener Risiken wie der Schuldenkrise."
Von Januar bis August hatten die Einzelhändler 2,7 Prozent mehr in den Kassen als ein Jahr zuvor. Real blieb ein Plus von 1,2 Prozent übrig. Die GfK-Konsumforscher erwarten in diesem Jahr einen Anstieg der privaten Konsumausgaben um 1,5 Prozent. Das wäre das größte Plus seit zehn Jahren. Dafür sprächen steigende Löhne und die sinkende Arbeitslosigkeit, die im September auf ein 20-Jahres-Tief gefallen ist.