Die US-Notenbank Federal Reserve denkt darüber nach, ihr 1450-Mrd.-$-Programm zum Kauf von Hypothekenschulden über das Jahresende hinaus zu verlängern.
Wie es im am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der Fed-Sitzung vom 11. und 12. August heißt, war eine Reihe Notenbanker der Meinung, "das könnte hilfreich sein". Durch die Streckung könnte der Ausstieg marktschonender gestaltet werden. Eine endgültige Entscheidung sei Mitte August aber nicht nötig gewesen, hieß es.
Im November 2008 hatte die Fed angekündigt, hypothekenbesicherte Anleihen und Schuldtitel der Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zu kaufen - um den Hypotheken- und Häusermarkt zu stützen, der im Zentrum der US-Finanzkrise und -Rezession stand. Das Programm wurde danach mehrfach aufgestockt.
Nach derzeitigem Stand endet es am 31. Dezember. Viele Beobachter und auch einige Notenbanker fürchten, dass es bei einem abrupten Ausstieg zum Jahresende zu Marktturbulenzen kommt - und zu neuen Rückschlägen für die US-Wirtschaft. Deswegen nahmen zuletzt Spekulationen zu, das Programm werde verlängert - zumal die Fed ihre Staatsanleihekäufe gestreckt hat.
In den vergangenen Tagen hatten einige Währungshüter nun erwogen, das Programm nicht in voller Höhe umzusetzen. Das wäre womöglich ein Signal für einen sich anbahnenden Ausstieg der Fed aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik. Der Leitzins etwa liegt bei 0 bis 0,25 Prozent. Dafür findet sich im Protokoll kein Indiz.
Es dämpft gar die Debatte um einen baldigen Kurswechsel. Die Notenbanker waren zwar zuversichtlich, dass die US-Rezession endet und die Risiken abgenommen haben. Die Wirtschaft sei aber weiter "anfällig für negative Schocks", heißt es. Deshalb hielten sie auch an ihrer Einschätzung fest, dass der Leitzins für eine längere Zeit niedrig bleiben müsse.