FTD.de » Politik » Konjunktur » Das Trilemma der Weltwirtschaft

Merken   Drucken   16.05.2010, 09:30 Schriftgröße: AAA

Zeitalter der Globalisierung: Das Trilemma der Weltwirtschaft  

Kommentar Die Griechenland-Krise beweist, dass Globalisierung, Demokratie und nationale Souveränität nicht miteinander vereinbar sind. Europa muss sich nun entscheiden, welches der drei Ziele es aufgeben will. von Dani Rodrik
Dani Rodrik ist Professor für Volkswirtschaft an der US-Universität Harvard. www.project-syndicate.org
Das Hilfspaket, das die griechische Regierung endlich von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds erhalten hat, gibt ihr den benötigten Spielraum, um die schwierige Aufgabe zu bewältigen, ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Ungewiss bleibt, ob das Paket verhindert, dass Spanien und Portugal in ähnlicher Weise in die Knie gehen. Egal, wie die Sache ausgehen wird, fest steht, dass das griechische Debakel der EU ein blaues Auge verpasst hat.

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  • FTD.de, 16.05.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 19.05.2010 16:28:41 Uhr   Erich Paus: Das Trilemma ist Folge eines Putsches

    Die hier vorgestellte skurrile und für eine Hochzivilisation hochgefährliche Welt- und Problemsicht Dani Rodriks ist nur nachvollziehbar, wenn man abgrundtiefe zivilisatorische Ahnungslosigkeit, einen Vernebelungs- oder Zersetzungsauftrag oder übermäßigen Drogenkonsum unterstellt. Keines der Felder "wirtschaftliche Globalisierung", "Demokratie" und "nationale Souveränität" widerspricht den jeweils anderen. Sowas erzählt allein der Hegemon seinen Vasallen, um sie blödzuschwätzen, um dann deren Nationen mit Hilfe seiner Kollaborateure zu willkürlich und beliebig nutzbaren Ressourcen umbauen und plündern zu können. Offensichtlich hat Rodrik nur eine überaus rudimentäre Vorstellung von dem, was er textet. Und Demokratie ist für ihn offensichtlich nur so etwas wie eine Hausnummer. Seine Begründungen sind seinen Schlußfolgerungen teilweise so fern, wie die Krümmung der Erdoberfläche den Lichterscheinungen eines Vollkornbrotes.

    Integration widerspricht jedoch nicht der Volksherrschaft, Demokratie. Die demokratischen Systeme werden nur größer. Die Völker werden dabei nicht entmündigt. Alle Teilnehmer gehorchen gemeinsamen geschaffenen Gesetzen. Das ist eine ganz natürliche zivilisatorische Entwicklung. Familien werden zu Sippen, Sippen zu Stämmen, Stämme zu Nationen, kleine Nationen zu größeren Nationen. Und die Herrschaften der einzelnen Völker werden zur Herrschaft eines größeren Volkes zusammengefaßt. Beispiele : Bismarcks Deutsches Reich aus kleinen und großen Königreichen und Fürstentümern. Deutschland als Vereinigung von Bundesländern.
    Für die EU hat man diese natürliche Entwicklung jedoch entschlossen und erfolgreich wider besseren Wissens, wider die Erfahrungen der Aufklärung außer Kraft gesetzt. Ein Putsch, ein Staatsstreich. Der EU-Vertrag realisiert eine Rätediktatur in der Art der früheren Sowjet-Union. Diese Konstruktion wird Europa unaufhaltsam zerstören. Wie sie das mit der Sowjet-Union tat. Jedoch schneller wegen höherer Komplexität Europas. Schon aus dem Inneren heraus. Die internationale beschleunigende Einflußnahme auf diesen Zerstörungsprozess kommt dabei erschwerend hinzu. Vielleicht hat Rudrik das Ergebnis dieses Verbrechens, die EU, vor Augen, wenn er den Verlust der Nationalstaatlichkeit, also den Verlust der Herrschaft über die eigene Nation so naturgesetzlich und ignorant schildert.

  • 19.05.2010 14:44:10 Uhr   Ketzer ;-): Ein mutiger Kommentar...
  • 17.05.2010 22:18:04 Uhr   Bohfinger: Gruß der Verfassungsväter (1/2)
  • 17.05.2010 22:12:49 Uhr   Bohfinger: Gruß der Verfassungsväter (2/2)
  • 16.05.2010 19:03:11 Uhr   Slion: Wirkliche Ursache...
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