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Merken   Drucken   26.02.2011, 14:25 Schriftgröße: AAA

Abfahrt in Are: Riesch verteidigt Ski-Weltcup-Vorsprung

Die Deutsche siegt in der Kombination und bleibt trotz Platz Drei in der Abfahrt Erste in der Gesamtwertung. Doch Rivalin Vonn hat aufgeholt - und sichert so den Ausblick auf ein spannendes Duell zwischen den beiden Fahrerinnen.
Einen Tag nach dem Erfolg in der Super-Kombination haben Maria Riesch nur 21/100 Sekunden zum zweiten Coup im schwedischen Are gefehlt. Trotz des 40. Weltcupsiegs von Lindsey Vonn konnte die Doppel-Olympiasiegerin am Samstag über ihren dritten Rang in der Abfahrt strahlen, mit dem sie ihren 176-Punkte-Vorsprungs in der Gesamtwertung verteidigte. "Das ist ja ein ständiges Hin und Her bei uns. Aber ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen heute ", sagte Riesch. Ihre Teamkollegin Viktoria Rebensburg fuhr als Sechste das zweitbeste Abfahrtsergebnis ihrer Karriere ein.
Maria Riesch mit einem starken Super-G   Maria Riesch mit einem starken Super-G
Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz der Schweizerin Nadja Kamer. Die 24-Jährige kam mit hoher Geschwindigkeit von der Linie ab und zu nah an den Zaun. Dort verhakte sie sich mit den Skiern, wurde durch die Luft geschleudert, schlug auf der harten Piste auf und landete im Fangzaun auf der anderen Streckenseite. Kamer wurde mit dem Rettungsschlitten abtransportiert, verletzte sich ersten Informationen zufolge aber nicht schwer.
"Ich hoffe, ihr ist nichts Schlimmeres passiert. Aber da muss man sich schon Gedanken machen, wenn so viele Leute am selben Tor ausscheiden", sagte Maria Riesch. Auch andere Fahrerinnen wie Lokalmatadorin Anja Pärson oder Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl aus Österreich kamen im oberen Streckenabschnitt vom Kurs ab. "Ich verstehe die FIS teilweise nicht, wenn sie sagen: Tempokontrolle - und deswegen werden die Abfahrten kurviger gesetzt. Aber wenn dann die Hälfte Richtung Netz unterwegs ist, macht es das nicht unbedingt sicherer", sagte Riesch.
Auch die zweimalige Bronzemedaillengewinnerin selbst wurde weit hinaus getragen, konnte sich aber gut auf dem Kurs halten. Einzig Riesenslalom-Weltmeisterin Tina Maze aus Slowenien war neben Vonn schneller als die Deutsche. "Das war ein bisschen schwierig heute", sagte die Amerikanerin, die noch keine Hochrechnungen im Kampf um die Große Kristallkugel anstellen will. "Maria ist weit vorne, ich kann nur probieren, die Rennen zu gewinnen. Es ist aber nicht leicht, Maria fährt zurzeit hervorragend."
Bei zehn ausstehenden Saisonrennen geht Riesch hingegen davon aus, dass es bis zur letzten Sekunde im Duell der Freundinnen spannend bleiben wird. "Dann wird es schon ein bisserl ein Nervenkrieg am Schluss. Aber wir sind noch ein Stück entfernt davon."
  • dpa, 26.02.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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