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03.12.2011, 10:17
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Amtsmüder DFB-Präsident:
Theo Zwanziger tritt vorzeitig zurück
© Bild:
2010 reuters
Kurz nach der EM-Auslosung hat DFB-Präsident Theo Zwanziger für einen Paukenschlag gesorgt. Der Verbandschef will 2012 seinen Posten abgeben.
Müde von der Dauerkritik an seiner Amtsführung hat DFB-Präsident Theo Zwanziger seinen vorzeitigen Rücktritt im Oktober 2012 angekündigt. "Diese Entscheidung ist seit langem vorbereitet", sagte der 66-Jährige am Freitagabend auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes. Noch vor Weihnachten will Zwanziger den Verbandsspitzen einen Nachfolger vorschlagen. Als einer der möglichen Kandidaten gilt DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.
Zwanziger war in den vergangenen Monaten immer wieder wegen seines Umgangs mit den Problemen des DFB angegriffen worden und machte in seiner Rücktrittserklärung dem Ärger darüber Luft. "Das kostet schon eine Menge Kraft", bekannte er. Seine Amtszeit endet eigentlich 2013. Für einen reibungslosen Übergang strebt er aber einen früheren Wechsel an. "Wenn es nach mir persönlich geht, dann im Oktober 2012", sagte Zwanziger. Seine Aufgaben in den Exekutiven der internationalen Verbände UEFA und FIFA will er weiter wahrnehmen.
DFB-Präsident Theo Zwanziger
"Ich weiß, wann für mich persönlich mit einer bestimmten Epoche Schluss sein muss. Und nachdem ich sie schon einmal verlängert habe, ist dieser Zeitpunkt nunmehr endgültig gekommen", sagte Zwanziger. Seit 2004 steht er an der Spitze des DFB - zunächst gemeinsam mit Gerhard Mayer-Vorfelder - seit 2006 als alleiniger Präsident. "Ich sehe zumindest im nationalen Bereich für mich persönlich keine großen Herausforderungen mehr", schrieb er nun in einem Gastbeitrag für die "Rhein-Zeitung".
In den kommenden Wochen will der Jurist mit Niersbach, Schatzmeister Horst R. Schmidt und den Präsidenten der Mitgliedsverbände über eine Nachfolgeregelung sprechen. Er hoffe auf eine schnelle Einigung. "Ich bin seit einigen Monaten diesbezüglich mit einer Persönlichkeit im Gespräch, die ich für sehr geeignet halte. Einen Namen möchte ich aber noch nicht nennen", verriet Zwanziger.
Überrascht und mit Bedauern reagierten Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff auf den angekündigten Rücktritt. "Wir haben mit Dr. Zwanziger immer gut zusammengearbeitet, wenn es um die Interessen der Nationalmannschaft ging", sagte Löw im Anschluss an die EM-Auslosung am Freitag in Kiew. "Wir kennen die genauen Hintergründe der Entscheidung nicht. Wir bedauern diesen Schritt, aber respektieren eine persönliche Entscheidung." Bierhoff ergänzte, dass Zwanziger die Nationalmannschaft stets unterstützt habe "und wir haben sein Engagement geschätzt."
Zwanziger hat den DFB geprägt und geformt, war lange unumstritten. Als Förderer und erklärter Fan des Frauen-Fußballs verschaffte er sich viele Sympathien, mit einer bewegenden Rede nach dem Suizid von Robert Enke erntete er Respekt und Anerkennung.
Teil 2: Die Kritik an Theo Zwanziger
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dpa, 03.12.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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