Auch im Nahverkehr wird massiv draufgesattelt, so fährt etwa die S-Bahn in Berlin vom 9. Juni bis 9. Juli rund um die Uhr, wie Bahn-Vorstand Karl Friedrich Rausch am Donnerstag in Berlin berichtete. Besitzer von WM-Tickets können den örtlichen Nahverkehr kostenlos benutzen. Spezielle Fahrkarten sollen WM-Fans in die Züge locken.
Als Logistik-Dienstleister wird sich die Bahn zudem um das Gepäck aller 32 Fußball-Teams kümmern. Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte, das massive finanzielle WM-Engagement der Bahn, die offiziell als nationaler Förderer firmiert, werde sich am Ende rechnen. "Die Einnahmen und Ausgaben werden sich tragen. Gegenwärtig erwarten wir ein leichtes Plus."
Die Bahn schätzt, dass die WM zehn Millionen Fußballfans anziehen wird. Davon hätten laut Mehdorn nur knapp ein Drittel Eintrittskarten, der Rest werde zu Großleinwänden, Mannschaftsquartieren oder sonstigen Veranstaltungen unterwegs sein. Ziel der Bahn ist es, insgesamt fünf Millionen WM-Besucher mindestens einmal als Bahn-Kunden zu gewinnen. Allein in der Berliner S-Bahn werden nach seinen Worten täglich ein Viertel mehr Fahrgäste erwartet.
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