Bayernprofi Breno soll via Twitter über den Verein gemeckert haben
Bayern München reagierte zurückhaltend auf die Äußerung, die angesichts der jüngsten Hilfestellung des Rekordmeisters für den nach wie vor unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung stehenden Spielers sehr erstaunlich wäre. Sportdirektor Christian Nerlinger kündigte am Montag am Rande des Neujahrsempfangs der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt am Main ein Gespräch mit Breno an diesem Dienstag an.
"Solche Äußerungen sollten Spieler natürlich nicht fallen lassen, das ist unglücklich", sagte Nerlinger im Bayerischen Fernsehen. Man müsse sich als Profi bewusst sein, "verantwortungsvoll" mit sozialen Netzwerken und Äußerungen auf modernen Kommunikationsplattformen umzugehen. Er wolle den Vorfall aber erst konkret kommentieren, wenn er mit Breno "persönlich gesprochen" habe.
Die Bayern wollten zudem prüfen, ob der betreffende Account tatsächlich Breno gehöre und der Brasilianer für diesen Fall die Nachricht auch selbst verfasst habe, erklärte zuvor Mediendirektor Markus Hörwick. Der Verein hat den Südamerikaner zuletzt bei seinen privaten Problemen erheblich unterstützt. Er sorgte unter anderem dafür, dass Breno aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, in der er wegen des Verdachts der Brandstiftung an seinem eigenen Haus saß, und auch mit ins Winter-Trainingslager nach Katar reisen durfte.