Stephan Schröck ist ein Spieler, wie ihn auch mancher Erstligatrainer gern in seiner Mannschaft hätte: schnell, ballsicher, technisch gut. Zudem mit einer Übersicht ausgestattet, die es ihm erlaubt, Pässe zu spielen, die die gegnerischen Trainer im Nachhinein als "tödlich" bezeichnen. Um das Fürther Glück perfekt zu machen, kann dieser Schröck auch noch Sätze heraushauen wie sonst nur Hardcorefans ihrer Mannschaft. "Ich bin gegen Rot geimpft", hat er nach dem 5:0-Sieg gegen Union Berlin am Freitagabend stolz bekundet. Rot ist die Farbe des 1. FC Nürnberg, am Dienstagabend Gegner im DFB-Pokal. "Wir werden unsere Farben beim Derby bis aufs Blut verteidigen", sagt Schröck.
Der Mittelfeldspieler, der seit der B-Jugend für Fürth kickt, ist nach jedem Sieg als Erster auf dem Zaun, um mit den Fans zu feiern. Beim U23-Derby Ende September, bei dem der Fürther Nachwuchs 2:1 in Nürnberg siegte, jubelte er so hemmungslos, als sei er Weltmeister geworden.