FTD.de » Sport » Thomas Schaaf wird Papst

Merken   Drucken   09.02.2009, 13:37 Schriftgröße: AAA

Die Hand Gottes: Thomas Schaaf wird Papst  

Ich glaube, dass Werder Bremen dafür sorgen könnte, dass es ausnahmslos alle Spiele gewinnt. Alles, was dafür nötig wäre, ist eine kleine Umstellung. von Marc Schürmann
Thomas Schaaf und der Papst stecken in einer ähnlichen Situation. Beide waren ihrem Arbeitgeber, als sie zum Chef befördert wurden, schon ewig treu; beide sind davon genervt, dauernd auf Bayern angesprochen zu werden; beide eilten zunächst von Erfolg zu Erfolg und wurden immer beliebter; beide haben nun mit unbotmäßigem Personal zu kämpfen, das sie sich selbst ausgesucht haben; und beide sind momentan so umstritten, dass ihre Ablösung, die bisher undenkbar war, denkbar wird, nur dass der Papst nicht entlassen werden, sondern nur freiwillig zurücktreten kann. Und damit bin ich beim Punkt.
Meine Idee sieht nämlich so aus, dass Thomas Schaaf Papst wird und der Papst Thomas Schaaf.
Das ist nicht als Beleidigung gegen Schaaf gemeint, aber ich denke, den Tausch würde in Bremen äußerlich niemand bemerken. Das ist ja der Vorteil eines Vereins, dem die Medien nicht ganz so genau auf die Finger schauen. Im Vatikan merkt sowieso niemand etwas.
Schaaf könnte tun, was er auch vor zehn Jahren bei Werder tat: Schwung reinbringen. Die Oblate schnell abspielen, One-Touch-Taufen, jedes Jahr ein neuer Bischof aus Brasilien. Es ist dieser Schwung, an dem es der katholischen Kirche am meisten mangelt.
Bei Werder Bremen ist das Gegenteil der Fall. Dort bräuchte es mehr Strenge, Disziplin, testamentarische Tugenden. Der Papst ließe gewiss mit Libero und Manndecker spielen, die Macht der Spielerfrauen wäre auf einen Schlag vorüber, und eine Kabinenpredigt wäre wieder eine Kabinenpredigt.
In dieser Lage hätte Gott gar keine Wahl, als Bremen bedingungslos gewinnen zu lassen. Theologisch liefe die Sache darauf hinaus, dass Gott notfalls vom Himmel herabsteigt und das Training übernimmt.
Der Katholizismus wäre auf Gottes Geleit auch gar nicht mehr angewiesen. Schaafs Offensivglaube trüge ihn zu internationalen Triumphen. Wie man die Protestanten so kennt, würden sie hektisch versuchen, den Rückstand aufzuholen. Sie installieren dann Lothar Matthäus als neuen starken Mann. Der arbeitet ja gerade in Israel, wo Jesus herkommt. Und schon würde jeder Deutsche darum flehen, Katholik werden zu dürfen.
  • FTD.de, 09.02.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
Schlagzeilen
FUSSBALL

mehr Fussball

RADSPORT

mehr Radsport

TENNIS

mehr Tennis

SPORTMIX

mehr Sportmix

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote