Jürgen Klinsmann: "Das einzige, was uns gefehlt hat, war ein Tor"
Seine Bilanz in den ersten sechs Spielen als Nachfolger von Bob Bradley ist mit vier Niederlagen noch kein Volltreffer. Klinsmann versprüht dennoch Zuversicht. "Das Fazit ist, dass wir mit großen Nationen mitspielen können, aber noch nicht so weit sind, sie zu schlagen", sagte er in der ARD-Sportschau. "Ich muss mich an der Weltspitze orientieren. Da haben wir noch einen langen Weg vor uns."
Ex-Weltmeister hatte Mühe gegen die USA
In Paris waren seine Spieler schon kurz davor, einem namhaften Gegner nicht nur Paroli zu bieten, sondern auch zu punkten. "Es war ein schwieriges Match, besonders in der ersten Halbzeit", räumte Frankreichs Stürmer Karim Benzema ein. Die Angriffsabteilung des ehemaligen Welt- und Europameisters hatte große Mühe, sich gegen die Amerikaner in Szene zu setzen. Steve Cherundolo von Hannover 96 und Timothy Chandler vom 1. FC Nürnberg riegelten die Flügel ab, im Kasten zeigte Keeper Tim Howard eine starke Vorstellung.
Erst in der 72. Minute gelang Loïc Rémy das einzige Tor. "Der Sieg spiegelt nicht alles wider", meinte der Stürmer, der erst acht Minuten vor seinem Treffer eingewechselt worden war. Auswahltrainer Laurent Blanc zog ein etwas anderes Fazit. "Ein Sieg, das zählt", sagte er - im Gegensatz zu Klinsmann kann er mittlerweile auf das 16. Länderspiel in Serie ohne Niederlage zurückschauen.